Erster Spatenstich für Neubau der Ortsumgehung Plau vollzogen

Nr.43/17  | 16.03.2017  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Im Luftkurort Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim) haben heute (16.03.2017) der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Rainer Bomba und Landesinfrastrukturminister Christian Pegel den feierlichen ersten Spatenstich für den Neubau der Ortsumgehung Plau an der Bundesstraße 191 vollzogen.

Die Bundesstraße 191 ist stark durch Schwerlastverkehr belastet. Nach einer Verkehrsuntersuchung vom Januar 2014 weisen die Abschnitte der B 191 im innerstädtischen Hauptstraßennetz für den Prognosefall 2030 eine Verkehrsbelastung von bis zu 7.650 Fahrzeugen/24 Stunden auf, wobei der Schwerlastverkehrsanteil zwischen neun und 13 Prozent liegt.

„Ich freue mich, dass das Bundesverkehrsministerium die Ortsumgehung Plau am See mit elf Millionen Euro finanziert, obwohl die Prioritäten bei der Verteilung der Mittel beim Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur liegen. Das Werben der Landesregierung hat sich gelohnt. Ein Großteil des Durchgangsverkehrs wird nach Fertigstellung der Ortsumgehung aus der Ortsdurchfahrt heraus verlagert“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel.

Die Ortsumfahrung Plau verläuft nordwestlich des Ortes Plau am See. Die rund 2,7 Kilometer lange und acht Meter breite Baustrecke beginnt westlich an der B 191 und endet nördlich der Stadt an der B 103.

Der Beginn der Baustrecke liegt zwischen Klebe und Plau am See an der B 191. Hier befindet sich der Anschlussknoten West. Die Trasse verläuft zunächst in nordöstlicher Richtung über Äcker, quert dann die Müritz-Elde-Wasserstraße über ein neues Brückenbauwerk. Im weiteren Verlauf kreuzt die Trasse den Wirtschaftsweg nach Plauerhagen.

Mit einem weiteren Brückenbauwerk wird die Trasse über die Bahnlinie Meyenburg-Karow und den Zarchliner Weg geführt. Der vorhandene Bahnübergang wird zurückgebaut.

Am Ende der Baustrecke verläuft die Trasse an der südlichen Grenze des Betriebssitzes der Landgut Plau GmbH und bindet in einem Kreisverkehr, dem geplanten Anschlussknoten Nord, an die B 103 nördlich der Stadt Plau am See an.

Die Gesamtbaukosten betragen rund elf Millionen Euro. Die Kosten für die Planung und die Bauvorbereitung der Baumaßnahme in Höhe von ca. 2,1 Millionen Euro trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern. Unterstützt wurde die Planung durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 700.000 Euro.

Voraussichtlich Anfang 2019 kann nach derzeitigem Bauablaufplan mit der Verkehrsfreigabe gerecht werden. Restarbeiten werden dann noch einige Monate andauern.