Dahlemann: Reformationsstadt zu sein, ist eine große Ehre für Greifswald

Nr.57/2017  | 16.03.2017  | STK  | Staatskanzlei

„Heute feiern wir ein herausragendes Ereignis: die Aufnahme Greifswalds in den Kreis der Reformationsstädte Europas. Greifswald wird Teil eines starken Bundes aus jetzt 81 Städten in Europa. Und die Übergabe der Urkunde heute besiegelt: Die erste Stadt im Bereich der Nordkirche, der die Ehre einer Mitgliedschaft in diesem Bündnis zuteilwird, liegt nicht irgendwo, sondern bei uns in Vorpommern. Darüber freue ich mich ganz besonders. Ich gratuliere der Stadt und allen, die mit ihrem Wirken geholfen haben, für diese Mitgliedschaft die Voraussetzungen zu schaffen“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Übergabe der Urkunde heute in der Hansestadt. 

Mit der Aufnahme in den Bund der Reformationsstädte würdige die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa den historischen Bezug der vorpommerschen Universitäts- und Hansestadt zur Reformation. Zwar könne die Stadt nicht als Vorreiterin der Reformation angesehen werden, „aber die Stadt war Wirkungsstätte wichtiger Reformatoren wie Johannes Bugenhagen und Johann Knipstro und hatte mit der Universität zweifelsohne eine Schlüsselstellung bei der weiteren Verbreitung der neuen Lehre und beim Aufbau der neuen Kirche in Vorpommern inne“. 

Der Parlamentarische Staatssekretär verwies auf die traditionell enge Zusammenarbeit zwischen kirchlichem und städtischem Raum und darauf, dass die evangelische Kirche mit ihren drei Gemeinden, dem Bischofssitz und der Kirchenmusik das gesellschaftliche Leben in der Stadt nachhaltig geprägt hat und weiter prägt. Als Beispiel dafür nannte er die traditionelle Bachwoche. In diesem Zusammenhang würdigte Dahlemann das Engagement für das Reformationsjahr: „So wurde die AG „2017“ bereits 2014 ins Leben gerufen. Seitdem gab es vier Workshops, in denen Kulturschaffende, Wissenschaftler, Pädagogen, Schüler, Studierende und interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen einbringen konnten. Ich danke den Greifswalderinnen und Greifswaldern, die diesen Prozess organisiert und sich selbst mit eingebracht haben, ganz besonders den Mitgliedern der „AG 2017“ aus Universität, Kirchengemeinden, Theater, Landesmuseum und dem Kulturamt.“