„Integration ist ein Prozess. Gehen wir aufeinander zu!“, Dagmar Kaselitz auf der Fachtagung „Toleranz und Geduld – der Weg zur Integration“

Nr.44  | 16.03.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Integration ist ein Prozess. Gehen wir aufeinander zu!“, Dagmar Kaselitz auf der Fachtagung „Toleranz und Geduld – der Weg zur Integration“

Die Integrationsbeauftragte des Landes M-V, Dagmar Kaselitz, referierte heute in Schwerin auf der Fachtagung „Toleranz und Geduld – der Weg zur Integration“. Eingeladen hatte der Landesring MV des Deutschen Seniorenringes e.V.

„Den Anstieg der Flüchtlingszahlen 2015 haben wir dank des beeindruckendes Engagements von Haupt- und Ehrenamtlichen gut gemeistert“, so Dagmar Kaselitz. „Ich bedanke mich herzlich bei allen, die dabei mitgeholfen haben.“

Die Zahl der Asylbewerber stieg von 1.231 im Jahr 2012 auf 19.400 im Jahr 2015 und lag 2016 bei rund 7.000. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat seitdem zahlreiche Integrationsmaßnahmen entwickelt und bestehende Programme ausgeweitet. Diese richten sich sowohl an die Geflüchteten selbst, aber auch an ehrenamtlich Engagierte, an Organisationen sowie an Unternehmen, die mit der Flüchtlingsarbeit betraut sind. Denn: „Integration fängt bei der Sprache an. Da hört sie aber längst nicht auf“, stellt Dagmar Kaselitz fest. „Soll Integration gelingen, müssen wir voneinander wissen. Unsere Herkunft, unsere Kulturen, Fragen zu Religionen, welche Träume und Wünsche haben wir, wie sind die internationalen Entwicklungen: Das alles sollten wir miteinander besprechen.“

Zu den wichtigsten Einrichtungen in M-V zählt das Integrationsbüro in Stern-Buchholz. Hier werden Geflüchtete direkt nach ihrer Ankunft betreut und es wird u.a. geprüft, ob es soziale oder berufliche Anknüpfungspunkte in einer bestimmten Region in MV gibt.

Für alle Altersklassen wurden Programme für den Spracherwerb geschaffen, beginnend in Kitas und Schulen. Das Land unterstützt insbesondere Basissprachkurse für Geflüchtete mit individueller Bleibeperspektive ohne Zugang zu den Integrationskursen des Bundes.

Für kleine Projekte, die das Zusammenleben aller in M-V stärken und so die soziale Integration fördern, wurde der Integrationsfonds aufgesetzt. Von 2016 bis 2018 können jährlich eine Million Euro aus Bundesmitteln ausgezahlt werden.

Eine digitale Landkarte für den schnellen Überblick über Hilfs- und Beratungsangebote mit Informationen für Geflüchtete und Einheimische bietet das Willkommensportal des Sozialministeriums unter www. willkommeninmv.de, um nur einen kleinen Teil der vielfältigen Angebote in unserem Bundesland zu nennen.

Das Programm der Fachtagung:

10.30 – 11.00 Uhr Einführung in die Thematik
Helga Bomplitz, Vorsitzende des Landesringes M/V des Deutschen Seniorenringes e.V.

11.00 – 11.30 Uhr Toleranz und Geduld – der Weg zur Integration
Dr. Miriam Saati, Leiterin des Stabes Flüchtlingspolitik im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

11.30 – 11.45 Uhr „Wo der Schuh drückt “– Integrationspolitik in Mecklenburg - Vorpommern
Dagmar Kaselitz, Integrationsbeauftragte der Landesregierung

11.45 – 12.15 Uhr Integration von Flüchtlingen- Was gilt es in den Blick zu nehmen?
Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates MV e.V.

12.15 – 13.00Uhr Erfahrungsberichte und Diskussion, seniorTainer engagieren sich in der Flüchtlingshilfe – Herausforderungen und Probleme

13.00 – 14.00 Uhr Mittagessen

14.00– 14.15 Uhr Integration braucht Beteiligung
Miriam Edding, Vorstandsvorsitzende der Stiftung do. Hamburg

14.15 -14.30 Uhr Vermittler zwischen den Kulturen
Mayssa Fattoum aus Syrien

14.30 – 15.20 Uhr Film „Wenn Fremde näher kommen“, Dokumentarfilm des Regisseurs Dieter Schumann

15.20 -16.00 Uhr Filmgespräch mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller Moha aus Syrien

16.00 Uhr Ende der Veranstaltung