Drese: Schulgeld bei der Pflegeausbildung wird abgeschafft

Nr.70  | 18.04.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Mit der auf Bundesebene vereinbarten Reform der Pflegeausbildung wird der Pflegeberuf aufgewertet und können zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese anlässlich ihres Besuchs des Pflegeheims Wohnpark Zippendorf in Schwerin.

Drese: „Der heutige Besuch hat mir nochmals deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass die Frauen und Männer, die sich um Kranke und Pflegebedürftige kümmern, auch die Wertschätzung bekommen, die sie verdienen.“

Das entsprechende Pflegeberufsgesetz soll nach Angaben der Ministerin noch in dieser Legislaturperiode durch den Bundestag verabschiedet werden. „Dann kann das Schuldgeld endlich abgeschafft werden“, so Drese. „Die kostenfreie berufliche Ausbildung, eine angemessene Ausbildungsvergütung und der generalistische Berufsabschluss werden den Pflegeberuf aufwerten.“

Fachkräfte mit der generalistischen Ausbildung, die dann einen Schwerpunkt in der Kranken-, Alten- oder Kinderkrankenpflege haben, seien dann künftig in allen drei Berufsfeldern einsetzbar. Damit würden sich die Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten der Berufsanwärter erhöhen, so die Ministerin.

Vor allem für die Altenpflege sieht Ministerin Drese im geplanten neuen Pflegeberufsgesetz große Vorteile. „Die Benachteiligungen der Altenpflege gegenüber der Krankenpflege werden bei den Entwicklungs- und Einsatzmöglichkeiten, der Ausbildungsfinanzierung sowie in der öffentlichen Wahrnehmung beseitigt“, betont Drese. „Damit verbunden ist die berechtigte Hoffnung, dass die Reform auf Dauer auch zu höheren Löhnen in der Altenpflege führen wird.“