Jüdische Gemeinde Rostock: Land fördert Aufbau eines Theaterstudios

Ministerin Hesse: Traditionen des Judentums bewahren und lebendig halten

Nr.108-17  | 16.06.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Das Land unterstützt in diesem Jahr die Jüdische Gemeinde in Rostock beim Aufbau eines Theaterstudios mit Kulturfördermitteln in Höhe von 8.000 Euro. Ziel ist es, ein regelmäßiges künstlerisches, interkulturelles und interreligiöses Angebot für russisch- und deutschsprachige Rostockerinnen und Rostocker zu schaffen. Laiendarstellerinnen und -darsteller können sich in den Sparten Puppenspiel, Darstellendes Spiel mit Kindern und Jugendlichen sowie Darstellendes Spiel mit Erwachsenen beteiligen.

„Die Jüdische Gemeinde hat sich zur Aufgabe gemacht, in Form von kulturellen Aktivitäten die Traditionen des Judentums zu bewahren und lebendig zu halten“, erläuterte Kulturministerin Birgit Hesse. „Dabei spielt die generationsübergreifende Arbeit eine immer größere Rolle. Mit Theaterstücken, Puppenspiel, szenischen Lesungen über jüdisches Leben, Kultur und Religion bringt sich die Jüdische Gemeinde aktiv in das kulturelle Leben der Hansestadt Rostock ein“, so Hesse.

Land und Stadt hatten sich nach dem Aus für das Jüdische Theater Mechaje gemeinsam für die Fortsetzung der kulturellen Arbeit stark gemacht und mit der Jüdischen Gemeinde einen Partner gefunden. Die Jüdische Gemeinde hat sich im April 1994 als Religionsgemeinschaft in Rostock gegründet und zählt heute 605 Mitglieder.