Neues Angebot für Unternehmensnachfolge auf den Weg gebracht – Projekt will stärker sensibilisieren und informieren

Nr.429/15  | 13.11.2015  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern müssen zum Thema Unternehmensnachfolge noch stärker informiert und im Prozess der Nachfolgeregelung umfangreicher unterstützt werden. Deshalb haben die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus sowie die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern ein neues Projekt, welches sich dem Thema Unternehmensnachfolge widmet, initiiert.

„Es ist wichtig, kleine und mittelständische Unternehmen bei der Nachfolge aktiv zu unterstützen und zu begleiten. Damit das gelingt, muss noch stärker auf die Nachfolgeproblematik aufmerksam gemacht werden. Ein umfangreiches, fachlich versiertes und Mehrwert schaffendes Beratungsangebot für Unternehmen ist dabei unerlässlich. Das wollen wir mit dem neuen Unternehmensnachfolgeangebot erreichen“, erläutert Wirtschaftsminister Harry Glawe die Ziele für das Projekt. Es wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) für die kommenden drei Jahre mit rund 236.000 Euro unterstützt. Das Projekt hilft bei der Suche nach einem Nachfolger, legt die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Unternehmensübergabe dar, moderiert Gespräche mit möglichen Übergebern/Nachfolgern, hilft bei der Erstellung eines Übergabefahrplanes, ermittelt den Qualifizierungsbedarf des Übernehmers, informiert unter Hinzuziehung von Spezialisten zu vertiefenden Fragen und vieles mehr.

Bis 2025 erwarten die Industrie- und Handelskammern (IHK) für Mecklenburg-Vorpommern etwa 10.000 Unternehmen, die aus Altersgründen zur Übergabe anstehen. „Wir müssen in diesem Prozess nachhaltig Unterstützung anbieten, damit der unternehmerische Generationenwechsel gelingt“, betont Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin die Relevanz des Themas. Die IHKs, die Handwerkskammern und die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern (BMV) wollen die koordinierende Begleitung von Unternehmensnachfolgen intensivieren.

Träger des neuen Projektes, das auf die Erfahrung und Unterstützung der Kammern zurückgreift, ist die BMV. „Finanzierungsseitig sind wir seit Jahren bestens mit dem Thema Unternehmensnachfolge vertraut und können auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Land und den Kammern zurückblicken. Unsere Aufgabe wird es nun sein, in den kommenden Wochen entsprechende Strukturen herzustellen, um ein maßgeschneidertes Angebot für Unternehmer und Gründungswillige aufzubauen, und unser vorhandenes Netzwerk zu erweitern“ erklärt BMV-Geschäftsführer Dr. Thomas Drews.

Schon jetzt können sich potentielle Nachfolger bzw. Unternehmen, die einen Nachfolger suchen, bei der Bürgschaftsbank melden. Ansprechpartner finden Interessierte unter www.buergschaftsbank-mv.de/unternehmensnachfolge.