Neues Angebot für Unternehmensnachfolge

Glawe: Generationenwechsel in Unternehmen - auf Nachfolgeproblematik aufmerksam machen

Nr.01/16  | 04.01.2016  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern müssen zum Thema Unternehmensnachfolge noch stärker informiert und im Prozess der Nachfolgeregelung umfangreicher unterstützt werden. „Es findet in vielen Unternehmen, die sich nach der Wende gegründet haben, ein Generationenwechsel statt. Unternehmensnachfolgen bieten dabei Chancen, sich eine Perspektive in der Heimat aufzubauen, das gesammelte Know-how der Unternehmen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Unser Land braucht mehr marktfähige, innovative Produkte und Geschäftsideen, sei es im Handwerk, im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft, im Dienstleistungsbereich oder auch im Handel“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag in Schwerin.

Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern sowie die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern haben Ende des vergangenen Jahres ein neues Projekt gestartet, welches sich dem Thema Unternehmensnachfolge widmet. „Es ist wichtig, kleine und mittelständische Unternehmen bei der Nachfolge aktiv zu unterstützen und zu begleiten. Damit das gelingt, muss noch stärker auf die Nachfolgeproblematik aufmerksam gemacht werden. Ein umfangreiches, fachlich versiertes und Mehrwert schaffendes Beratungsangebot für Unternehmen ist dabei unerlässlich. Das wollen wir mit dem neuen Unternehmensnachfolgeangebot erreichen“, betonte Glawe weiter.

Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) für die kommenden drei Jahre mit rund 236.000 Euro unterstützt. Dazu gehört unter anderem die Suche nach einem Nachfolger zu intensivieren, die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Unternehmensübergabe vorzustellen, Gespräche mit möglichen Übergebern/Nachfolgern zu führen und bei der Erstellung eines Übergabefahrplanes zu unterstützen. Darüber hinaus kann gegebenenfalls der Qualifizierungsbedarf des Übernehmers ermittelt werden, Spezialisten stehen zu vertiefenden Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Bis 2025 erwarten die Industrie- und Handelskammern für Mecklenburg-Vorpommern etwa 10.000 Unternehmen, die aus Altersgründen zur Übergabe anstehen.

Die IHKs, die Handwerkskammern und die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern (BMV) wollen die koordinierende Begleitung von Unternehmensnachfolgen intensivieren. Träger des neuen Projektes, das auf die Erfahrung und Unterstützung der Kammern zurückgreift, ist die BMV.

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Wirtschaft/Entrepreneurship/Unternehmensnachfolge.