Lehrer-Umfrage: Wofür soll die zusätzliche Deutschstunde verwendet werden?

Ministerin Hesse: Auf Expertenmeinung unserer Lehrkräfte nicht verzichten

Nr.034-17  | 22.02.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Das Land hat eine Online-Befragung zur zusätzlichen Deutschstunde an Grundschulen gestartet. Lehrerinnen und Lehrer der 226 öffentlichen Grundschulen und 13 öffentlichen Förderschulen, die nach dem Rahmenplan Deutsch für die Grundschule unterrichten, können ihre Meinungen und Wünsche mitteilen. Ziel der Landesregierung ist es, an Grundschulen eine zusätzliche Deutschstunde einzurichten und die Orthografiekenntnisse der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Außerdem sollen die Rahmenpläne für das Fach Deutsch überarbeitet werden.

„Bei der Einrichtung einer zusätzlichen Deutschstunde wollen wir auf die Expertenmeinung unserer Lehrerinnen und Lehrer nicht verzichten“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sie können am besten beurteilen, in welchem Bereich die Schülerinnen und Schüler mehr Lern- und Übungszeit benötigen. So können die Schulen beispielsweise übermitteln, ob die zusätzliche Deutschstunde in der Jahrgangsstufe 1 oder 2 eingerichtet werden sollte oder ob das jede Schule besser intern festlegen sollte“, erläuterte Hesse.

Darüber hinaus werden die Lehrerinnen und Lehrer in der Online-Umfrage gebeten zu sagen, wofür die zusätzliche Deutschstunde eingerichtet werde sollte. Zur Auswahl stehen der Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören, der Kompetenzbereich Schreiben, der Kompetenzbereich Lesen oder der Kompetenzbereich Sprache und Sprachgebrauch. Außerdem werden die Lehrerinnen und Lehrer zu Fortbildungen befragt. Bis Freitag, 10. März 2017, haben die Schulen Gelegenheit, ihre Antworten online im Bildungsministerium einzureichen.

„Mit einer zusätzlichen Unterrichtsstunde stärken wir das Kernfach Deutsch“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sicheres Schreiben und Lesen sind wichtige Basiskompetenzen, die Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht erwerben. Sie zählen zu den wichtigen Voraussetzungen, damit Schülerinnen und Schüler Erfolg haben. Mit dem Mindestwortschatz an Grundschulen haben wir eine verbindliche Grundlage gelegt. Sicher im Lesen und Schreiben wird allerdings nur, wer beides trainiert“, sagte Hesse.

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