Zweiter Band der Lesebuch-Reihe „Das flache Land“ erschienen

Ministerin Hesse: Unser Land hat ein bedeutendes literarisches Erbe

Nr.065-17  | 11.04.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Ein neues Lesebuch macht Schülerinnen und Schülern an weiterführenden Schulen Lust auf die Literatur von Walter Kempowski. Der zweite Band der Reihe „Das flache Land – Literarische Lesebücher“ enthält Texte des Rostocker Schriftstellers. Die einzelnen Ausgaben der Lesebuchreihe widmen sich bedeutenden Autorinnen und Autoren, die einen engen Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern haben. Der erste Band beschäftigt sich mit dem Schriftsteller Uwe Johnson, der unter anderem in Anklam und Güstrow lebte und an der Universität Rostock studierte. Der dritte Band soll Texte niederdeutscher Autorinnen und Autoren enthalten.

„Walter Kempowski fühlte sich Zeit seines Lebens seiner Heimatstadt Rostock tief verbunden. Dieses Heimatgefühl durchzieht sein ganzes literarisches Werk“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit der Lesebuchreihe wollen wir Schülerinnen und Schülern zeigen, welche Autorinnen und Autorinnen bei uns gewirkt haben. Unser Land hat ein bedeutendes literarisches Erbe. Mecklenburg-Vorpommern hat mehr zu bieten als Fischbrötchen und den Ostseestrand. Sich dies bewusst zu machen, ist für ein modernes Heimatgefühl besonders wichtig“, so Hesse.

Öffentliche und freie Regionale Schulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Abendgymnasien und berufliche Schulen haben jeweils Klassensätze des Buches erhalten. Der zweite Band ist mit einer Auflage 14.000 Exemplaren an 231 Schulen geliefert worden. Die Lesebuch-Reihe richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse. Die Bücher sind nach wissenschaftlichen Grundsätzen erarbeitet und ansprechend gestaltet. Herausgegeben wurde der zweite Band vom Kempowski-Archiv Rostock in Zusammenarbeit mit dem Hinstorff Verlag. Das Land hat das Projekt in den Jahren 2015 und 2016 mit Kulturfördermitteln in Höhe von ca. 76.700 Euro unterstützt.

„Walter Kempowski hat mit seinen ersten Romanen seiner Geburtsstadt ein literarisches Denkmal gesetzt und damit seine Heimatstadt und Mecklenburg-Vorpommern einem Millionenpublikum bekannt gemacht“, sagte die Leiterin des Kempowski-Archivs Rostock, Dr. Katrin Möller-Funck. „Schülerinnen und Schüler erhalten durch das Lesebuch einen intensiven Zugang zum Werk und haben auch die Möglichkeit, sich mit den Arbeitsweisen und Werkbezügen auseinanderzusetzen. Die lokale Fixierung einerseits und die literarische Auseinandersetzung mit deutscher Sozial- und Geistesgeschichte im 20. Jahrhundert bieten ein breites Spektrum für den Unterricht“, so Möller-Funck.

Mecklenburg-Vorpommern hat ein besonders reichhaltiges literarisches Erbe, dessen Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Neben Uwe Johnson und Walter Kempowski zählen beispielsweise Ernst Barlach, Hans Fallada, Gerhart Hauptmann, Wolfgang Koeppen, Brigitte Reimann, Fritz Reuter, Hans Werner Richter, Johannes Gillhoff und Ehm Welk zu bedeutenden Autorinnen und Autoren.

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