50 Mio. Euro für die Schulen

Teenage Students Studying In Classroom With Tutor Details anzeigen
Teenage Students Studying In Classroom With Tutor

Das Schuljahr 2014/2015 markiert einen Wendepunkt in der Bildungspolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Seit dem 1. August 2014 stehen jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich für den Schulbereich zur Verfügung. Weitere 5 Millionen Euro werden durch Umschichtungen zur Verfügung gestellt. Die Landesregierung hat viel unternommen, um die Lernbedingungen an den allgemein bildenden Schulen und beruflichen Schulen zu verbessern. Von den Maßnahmen des sogenannten "50-Mio.-Euro-Pakets" profitieren alle Schularten.

1. Sicherung des Lehrernachwuchses für gute Schule

→ 19 Millionen Euro

Seit dem 1. August 2014 werden Lehrerinnen und Lehrer bis zu einem Alter von 40 Jahren verbeamtet. Mecklenburg-Vorpommern kann damit im bundesweiten Wettbewerb um junge Lehrerinnen und Lehrer mithalten. Lehrerinnen und Lehrer in der Sekundarstufe I (Klasse 5 - 10), die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, werden einheitlich eingruppiert und erhalten ein höheres Gehalt.

In den beruflichen Schulen wird die Schüler-Lehrer-Relation gesenkt. Im Schuljahr 2014/2015 haben über 570 Lehrerinnen und Lehrer an den öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen ihren Dienst angetreten – das sind so viele Einstellungen wie nie zuvor in der Geschichte des Landes.

2. Programm gegen Unterrichtsausfall

→ 13 Millionen Euro

An allen Schularten sorgen Vertretungslehrerinnen und Vertretungslehrer oder Sonderprogramme dafür, dass möglichst wenig Unterricht ausfällt. Angehende Lehrerinnen und Lehrer, die das Erste Staatsexamen erfolgreich absolviert haben, können ihre Wartezeiten auf den Vorbereitungsdienst überbrücken, indem sie Vertretungsunterricht an den Schulen erteilen.

Die Beschäftigung von Vertretungslehrerinnen und Vertretungslehrern hat sich in den vergan­genen Schuljahren bewährt. Sie hat vor allem dazu geführt, dass die Belastung der Kollegien sinkt. Mussten früher Lehrerinnen und Lehrer für ihre erkrankten Kolleginnen und Kollegen einspringen und den Unterricht vertreten, so übernehmen dies jetzt immer öfter Vertretungslehrkräfte.

Der originäre Unterrichtsausfall (ohne elementare Ereignisse wie Wettergeschehen und Streiks) bleibt auf stabilem Niveau. Seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 erhalten ältere Lehrerinnen und Lehrer weitere Entlas­tungen in Form von zusätzlichen Altersanrechnungsstunden.

Ein Lehrergesundheitsprogramm soll dazu beitragen, Unterrichtsausfall zu vermeiden. Fehlzeiten von Lehrerinnen und Lehrern kann niemand verhindern. Wenn Lehrerinnen und Lehrer gesund und motiviert sind, profitie­ren durch den guten und attraktiven Unterricht vor allem die Schülerinnen und Schüler.

3. Bessere Qualität der Angebote in der Ganztagsschule und der vollen Halbtagsschule

 → zusätzlich 6 Millionen Euro

Die Qualität der Ganztagsschulen in Mecklenburg-Vorpom­mern soll sich verbessern. Lehrerinnen und Lehrer erhalten in Abhängigkeit vom unterrichtsergänzenden Angebot Zeit für die Vor- und Nachbereitung. Schulen werden auf Wunsch Finanzbudgets zur Verfügung gestellt, damit sie Angebote von externen Anbietern aus den Bereichen Jugendbildung, Sport, Umwelt und Kultur in den Schulalltag integrieren können. Das heißt: Lehrerwochenstunden, die für die Gestaltung von Ganztagsangeboten vorgesehen sind, können in finanzielle Mittel umgewandelt werden, um interessierte Anbieter von außen zu gewinnen.

4. Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Schulsystems

→ 7 Millionen Euro

Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer an Grundschulen erteilen weniger Unterricht und unter­richten 27 Stunden pro Woche. Für Klassenleiterinnen und Klassenleiter an Regionalen Schulen, Gymnasien und Gesamtschulen reduziert sich der wöchentliche Einsatz im Unterricht um eine Stunde.

Auch für Lehrerinnen und Lehrer, die in der Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen, Abendgymnasien und Fachgymnasien eingesetzt sind, verbessern sich die Rahmenbedingun­gen durch die Entlastung bei der Unterrichtsverpflichtung um bis zu drei Stunden.

Die Bewerbungsbedingungen für Schulleiterstellen und Stellvertreterposten sind verbessert worden, damit sich mehr Lehrerinnen und Lehrer auf diese Stellen bewerben können. Rückwir­kend zum 1. Januar 2014 gewährt das Land den tarifbeschäftigten Lehrerinnen und Lehrern mit Leitungsaufgaben eine Zulage, sofern bestehende Regelungen dies nicht bereits vorsehen.

5. Inklusion

Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit freiwilligem 10. Schuljahr im Schuljahr 2015/2016 Details anzeigen

Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit freiwilligem 10. Schuljahr im Schuljahr 2015/2016

Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit freiwilligem 10. Schuljahr im Schuljahr 2015/2016

Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit freiwilligem 10. Schuljahr im Schuljahr 2015/2016

→ 10 Millionen Euro

In Mecklenburg-Vorpommern sollen perspektivisch so viele Kinder wie möglich gemeinsam an allgemein bildenden Schulen lernen, die keine Förderschule sind. Etwa 60 Grundschulen und weiterführende Schulen mit besonderen Lernbedingungen erhalten mehr pädagogisches Personal.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, soll durch ein besonderes flächendeckendes Angebot verringert werden. Seit dem Schuljahr 2014/2015 bieten 27 Förderschulen ein freiwilliges zehntes Schuljahr an. Bislang war das Er­reichen der Berufsreife auf wenige große Förderschulen im Land beschränkt.

Um den Gemein­samen Unterricht umzusetzen, wird die pädagogische und sonderpädagogische Förderung verbessert. Das Land sichert die teilstationäre Frühförderung an den Landeszentren Güstrow und Neukloster ab.

Publikationen und Dokumente Inhalte ein- bzw. ausblenden

Publikationen

Schule besser gestalten - 50 Millionen Euro zusätzlich für die Schulen

Seit dem 1. August 2014 stehen jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich für den Schulbereich zur Verfügung. Weitere 5 Millionen Euro werden durch Umschichtungen zur Verfügung gestellt. Diese Broschüre zeigt, was die Landesregierung unternommen hat, um die Lernbedingungen an den allgemein bildenden Schulen und beruflichen Schulen zu verbessern. Von den Maßnahmen des sogenannten „50-Mio.-Euro-Pakets“ profitieren alle Schularten.