Schuljahr 2014/2015: Weniger Gewaltvorfälle und Vandalismus an Schulen

Nr.016-16  | 08.02.2016  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

An den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern gab es im Schuljahr 2014/2015 weniger meldepflichtige Vorfälle als im Schuljahr davor. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur hervor. Bei 153.528 Schülerinnen und Schülern an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen gab es im Schuljahr 2014/2015 insgesamt 196 Vorfälle. Im Schuljahr 2013/2014 waren es insgesamt 213 Vorfälle bei 152.391 Schülerinnen und Schülern. Die Schwankungen zwischen den Jahren bewegen sich allerdings in einem Bereich, der keine statistische Bedeutung hat.

An den öffentlichen Schulen lernen die Schülerinnen und Schüler im Sozialkundeunterricht oder in Projekten wie den Streitschlichtern, dass Konflikte auch ohne Gewalt gelöst werden können. Außerdem gibt es zahlreiche Programme zur Gewaltprävention an den Schulen. Dazu gehören beispielsweise das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des gleichnamigen Netzwerks oder das Qualitätssiegel „Sicherheit macht Schule“ in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung MV.

Zu den häufigsten Meldungen gehörten im Schuljahr 2014/2015 Vorfälle, bei denen Schülerinnen und Schüler im strafunmündigen Alter unter 14 Jahren als Täter und Opfer beteiligt waren. Nach Angaben der vier Staatlichen Schulämter handelte es sich dabei um alterstypische Aggressionshandlungen wie Raufen, Schubsen oder Treten. Zum Vandalismus an Schulen zählten in den meisten Fällen anonyme Hakenkreuzschmierereien an Schulgebäuden oder am Schulmobiliar.