Abitur 2015: Die besten Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Minister Brodkorb: 12-jähriges Abitur führt nicht zu schlechteren Ergebnissen

Nr.017-16  | 10.02.2016  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Im Jahr 2015 haben etwas mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ihr Abitur abgelegt. Ein Vergleich der 82 Schulen untereinander zeigt, dass die Ergebnisse sehr dicht beieinander liegen. Zwei Gymnasien erreichten einen Abiturdurchschnitt, der besser ist als 2,0. Hierbei handelt es sich um das Gymnasium Reutershagen in Rostock und um das Gymnasium Fridericianum in Schwerin. An beiden Schulen werden jedoch Klassen für hochbegabte Schülerinnen und Schüler geführt, die den Abiturdurchschnitt positiv beeinflussen dürften.

Nur eine Schule in Mecklenburg-Vorpommern erreichte einen Abiturdurchschnitt von 3,0. Hierbei handelt es sich um die Berufliche Europaschule Eggesin. Da hier aber nur 16 Schülerinnen und Schüler zur Prüfung antraten und insofern die Vergleichsgruppe sehr gering ausfällt, ist ebenso das Vorliegen eines rein statistischen Effektes wahrscheinlich.

Alle anderen Schulen des Landes erreichten einen Abiturdurchschnitt zwischen 2,0 und 2,9. Ein Ranking zwischen den Schulen ist aufgrund des engen Ergebnisfeldes sowie der vergleichsweise geringen Prüflingszahlen je Schule seriös nicht möglich. Ebenso sind keine Rückschlüsse auf die Qualität der Arbeit einer Einzelschule möglich.

Bildet man den Durchschnitt über das gesamte Land, fallen die Ergebnisse der Abiturprüfungen mit einem Wert von 2,3 zwar leicht besser aus als in den vergangenen Jahren, allerdings erweist sich dies als statistisch unerheblich. Auffällig an einem Langzeitvergleich ist, dass der Abiturdurchschnitt in den letzten zehn Jahren nahezu konstant geblieben ist - unabhängig davon, ob die Schülerinnen und Schüler ihr Abitur in 12 oder 13 Schuljahren erworben haben.

„Angesichts dieser Daten gibt es keinerlei Grund, in Mecklenburg-Vorpommern die Diskussion über die Wiedereinführung des 13-jährigen Abiturs zu führen“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Wichtig in der Schulpolitik sind nicht permanente Experimente, sondern Kontinuität und Verlässlichkeit für alle Beteiligten“, so Brodkorb.