Höhergruppierung für Seiteneinsteiger im Schuldienst rückt näher

Minister Brodkorb: DDR-Abschlüsse im Lehrerberuf werden als gleichwertig anerkannt

Nr.018-16  | 11.02.2016  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

In Mecklenburg-Vorpommern erhalten in diesen Tagen die ersten 59 Personen im Schuldienst eine Anerkennung ihrer Lehrbefähigung. Darunter befinden sich sowohl Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger mit langjähriger Erfahrung im Schuldienst als auch Lehrerinnen und Lehrer, die ein weiteres Lehramt erwerben. Insgesamt liegen dem Bildungsministerium 887 Anträge vor, die nach und nach bearbeitet werden. Einige Antragstellerinnen und Antragsteller müssen Unterlagen nachreichen, weil ihre Anträge nicht vollständig sind. Die Anerkennung der Lehrbefähigung ist die Voraussetzung, um ein höheres Gehalt zu bekommen.

„Wir sorgen damit für mehr Gerechtigkeit im Lehrerzimmer“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Wir erkennen endlich mehr DDR-Abschlüsse im Lehrerberuf als gleichwertig an. Ich bin froh, dass wir die Regelung endlich anwenden können. Die Erarbeitung war anspruchsvoll, weil es in anderen Bundesländern keine vergleichbare Regelung gibt“, so Brodkorb. Für die Höhergruppierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern stellt das Land pro Jahr 6 bis 8 Millionen Euro bereit.

Ziel ist es, Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger mit langjähriger Erfahrung anderen Pädagoginnen und Pädagogen im Schuldienst tariflich gleichzustellen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Seiteneinsteiger an öffentlichen Schulen, die eine Lehrbefähigung erhalten haben, müssen nichts Weiteres unternehmen, um ein höheres Gehalt zu bekommen. Die Höhergruppierung wird durch das zuständige Staatliche Schulamt veranlasst.

Es werden vier Gruppen von Lehrkräften unterschieden, die eine höhere Vergütung erhalten können. Zur ersten Gruppe zählen Personen, die kein Lehramtsstudium, aber ein Studium absolviert haben, aus dem sich zwei Unterrichtsfächer für den Schuldienst ableiten lassen (Bewährungszeit: 5 Jahre). Zur zweiten Gruppe gehören ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die ein anderes Lehramt anstreben (Bewährungszeit: 5 bzw. 7 Jahre). Zur dritten Gruppe zählen Personen mit einem Hochschulstudium, aus dem sich ein Fach ableiten lässt (Bewährungszeit: 7 Jahre). Zur vierten Gruppe zählen Personen ohne ein Lehramt und ohne einen Hochschulabschluss (Bewährungszeit: 10 Jahre).