28,5 Mio. Euro für exzellente Forschungsprojekte in MV

Land legt Exzellenzforschungsprogramm bis zum Jahr 2020 auf

Nr.022-16  | 17.02.2016  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb will die Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern stärker fördern. Dazu hat das Land ein Exzellenzforschungsprogramm in Höhe von 28,5 Mio. Euro aufgelegt. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sollen unterstützt werden, die sich in Forschungsverbünden weiter qualifizieren wollen. Die Förderung erfolgt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020.

„Mit dem Förderprogramm wollen wir jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Perspektive geben und freuen uns, wenn sie im Land verbleiben. Dadurch können wir den Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern stärken“, betonte Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb. „In den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen arbeiten hoch motivierte Forscherinnen und Forscher. Wer international Ansehen und Erfolg haben will, muss exzellente Leistungen vorweisen“, so Brodkorb.

Der Vergabe der Fördermittel liegt ein wettbewerbliches Verfahren zu Grunde, wie es auch bei anderen Forschungsförderern üblich ist. Für den Wettbewerbsaufruf des Exzellenzforschungsprogramms stehen 25 Mio. Euro zur Verfügung. Davon sind 5 Mio. Euro für die Energieforschung vorgesehen. Die restlichen 3,5 Mio. Euro dienen als Reserve, um nachsteuern zu können. Ein Forschungsverbund kann bis zu 5 Mio. Euro an ESF-Mitteln erhalten.

„Wir bieten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine stabile Förderung über vier Jahre“, erläuterte Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb. „Wir wollen die exzellenten Verbünde in unserer Forschungslandschaft etablieren mit dem Ziel, dass Forscherinnen und Forscher aus anderen Förderprogrammen des Bundes und der EU Mittel akquirieren können“, so Brodkorb. Mit dem Exzellenzforschungsprogramm sei das Förderverfahren zudem einfacher gestaltet worden und helfe, Bürokratie abzubauen.

Gefördert werden können Forschungsprojekte mit den Schwerpunkten, die der Regionalen Innovationsstrategie des Landes Mecklenburg-Vorpommern (RIS) zugeordnet werden können. Zu den Zukunftsfeldern zählen „Maschinenbau“, „Informations- und Kommunikationstechnologie“, „Gesundheit/Life Sciences“, „Mobilität“ und „Ernährung“. Neben diesen sogenannten themenoffenen Schwerpunkten gibt es den Forschungsschwerpunkt „erneuerbare Energien (Energieforschung)“.

„Die Landesregierung will die Energiewende vorantreiben“, bekräftigte Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb. „Der Erforschung der erneuerbaren Energien kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Das Energieministerium hat dem Wissenschaftsministerium in der laufenden Förderperiode EU-Mittel in Höhe von 6 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Ich freue mich, dass zwei Ministerien im Sinne der Sache konstruktiv zusammenarbeiten“, so Brodkorb.

Bei der Auftaktveranstaltung zum Exzellenzforschungsprogramm am Mittwoch, dem 17. Februar 2016, im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin wurden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Förder- und Bewerbungsbedingungen informiert. Bis zum 6. April 2016 ist die Registrierung eines Verbundes möglich. Bis zum 12. Mai 2016 müssen Forscherinnen und Forscher ihre Projektskizzen einreichen. Anschließend beginnt eine unabhängige Fachjury mit der Auswahl der Forschungsverbünde, die gefördert werden sollen.