Cyber-Attacke: Landesverwaltung dank Sicherheitsvorkehrungen nicht betroffen

Nr.81/17  | 15.05.2017  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Die weltweiten Hackerangriffe auf Unternehmen und Behörden Ende der vergangenen Woche haben in der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern keine Schäden angerichtet. Eine Abfrage unter den Ressorts heute (15. 05.2017) ergab, dass kein einziger Rechner von einem der perfiden Erpressungstrojaner befallen wurde. „Die Sicherheitsmaßnahmen, die wir seit Oktober 2016 ergriffen haben, haben sich ausgezahlt. Im Gegensatz zu anderen Verwaltungen konnten die Mitarbeiter in M-V ihre Dienstrechner am Montagmorgen ohne Probleme starten“, sagte Ina- Maria Ulbrich, IT-Beauftragte des Landes.

Bereits für 2016 hatten IT-Sicherheitsexperten „das Jahr der Ramsomware“ vorausgesagt. Genau ein solches Softwareprogramm, das den Zugriff auf Daten und Systeme einschränkt und nur bei Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt, hat nun am  Wochenende weltweit Computer lahmgelegt. Die Landesverwaltung  blieb davon verschont dank der Sicherheitsstrategien,die das „Computer Emergency Response Team“ (CERT) – das Computer-Notfallteam – M-V aufgrund dieser Warnungen frühzeitig  entwickelt und bereits 2016 eingeführt hat. Diese ermöglichen unter anderem, dass gefälschte E-Mail-Absender besser erkannt werden – selbst wenn sie den Anschein erwecken, sie kämen aus einer Landesbehörde. Allein im Januar 2017 konnten dadurch  knapp zehn Millionen gefährliche Zustellversuche an die elektronischen Postfächer der Landesverwaltung verhindert werden. Ina-Maria Ulbrich fühlt sich vor diesem Hintergrund darin bestätigt, so rechtzeitig auf die Bedrohung reagiert zu haben. „Dank des CERT M-V und unseren verantwortungsbewussten Mitarbeitern ist in der Landesverwaltung nichts passiert. Dieser weltweite Hackerangriff hat gezeigt, wie wichtig es ist, von vornherein auch in die Sicherheit von Daten und Systemen zu investieren.“