Minister Pegel und Wirtschaftsrat auf Informationsreise im Musterland Estland

Nr.86/17  | 23.05.2017  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Mecklenburg-Vorpommerns Energie- und Digitalisierungsminister Christian Pegel bricht am Mittwoch (24.05.2017) zu einer dreitägigen Unternehmerreise nach Estland auf. Begleitet wird er von einer Delegation aus Unternehmern, Oberbürgermeistern, Landräten, Verwaltungsexperten und Wissenschaftlern.

„Estland ist in Europa führend in der Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen. Deshalb wollen wir uns vor Ort informieren, wie das Land den Wandel geschafft hat und welche Konsequenzen wir daraus für Mecklenburg-Vorpommern ziehen können“, sagte Christian Pegel zu Beginn der Reise. „Diese Erkenntnisse wollen wir nutzen für die bereits begonnene eigene digitale Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Möglicherweise können wir diesen Weg der Digitalisierung unserer Verwaltung in enger Kooperation mit Estland vorantreiben.“

„Die Digitalisierung wird Staat und Verwaltung, Unternehmen, Schulen und Hochschulen sowie weite Bereiche des tägliche Lebens weiter verändern“, sagte Andreas Mau, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates der CDU Mecklenburg-Vorpommern, der den Minister begleitet. „Durch das neue Datennetz tun sich neue Chancen wirtschaftlicher Tätigkeit und öffentlicher Dienstleistung auf“, sagte Mau.

In Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands, präsentiert Stadtdirektor Jüri Mölder der Delegation mit Minister Christian Pegel die Digitalisierung der Stadtverwaltung. Außerdem besuchen sie das Unternehmenszentrum Spark und das Spark MasterLab im Wissenschaftspark der Stadt. Auf dem Programm stehen auch Gespräche mit der Wirtschaftsförderungsagentur Enterprise Estonia in der Hauptstadt Tallinn und der „BLRTGrupp“, der größten privaten Industrieholding des Landes. Am Freitag empfängt der Vizepräsident des estnischen Parlaments, Taavi Röivas, die Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern.

In Estland haben alle Bürgerinnen und Bürger seit dem Jahr 2000 ein Grundrecht auf einen Internetzugang. Grundlage der digitalisierten Verwaltung ist die 2001 gestartete dezentralisierte Online-Plattform X-Road, über die inzwischen rund 1000 Institutionen eingebunden sind. Die Esten können darüber zum Beispiel Ausweise und andere Dokumente online beantragen, Unternehmensgründungen anmelden und seit 2005 auch online wählen.