Neubrandenburg: Minister Christian Pegel übergibt ersten Bescheid für „Wohnungsbau sozial“

Nr.90/17  | 30.05.2017  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Die Barrierefreies Wohnen GbR erhält als erstes Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern den Bescheid über die Zusage von Fördermitteln aus dem neuen Programm „Wohnungsbau sozial“. Für den Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses bekommt die Bauherrin, die zu mehr als 80 Prozent vom Behindertenverband Neubrandenburg getragen wird, 135.000 Euro Zuschuss für die zwei der insgesamt vier Wohnungen, die rollstuhlgerecht gebaut werden.

Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt den Förderbescheid am kommenden Donnerstag (1. Juni 2017) in Neubrandenburg im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters Peter Modemann an den Geschäftsführer des Behindertenverbands Neubrandenburg, Markus Vohs.

Pressevertreter sind zu dem Termin herzlich eingeladen.

Termin: 01.06.2017, 10.00 Uhr

Ort: Neubrandenburg, Ziegelbergstraße 49

Der zweigeschossige Neubau mit Fahrstuhl entsteht an der Ziegelbergstraße. Die zwei geförderten Zwei-Zimmer-Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt 159,18 m² werden größere Bewegungsflächen, einen Rollstuhlabstellplatz und funkvernetzte Rauchwarnmelder erhalten. Die Gesamtbaukosten für diese beiden rollstuhlgerechten Wohnungen sind mit knapp 457.000 Euro veranschlagt. Der Förderantrag ist erst am 15. März 2017 gestellt worden, konnte aber aufgrund der herausragenden Qualität der eingereichten Unterlagen so schnell beschieden werden, dass Neubrandenburg nun neben Waren/Müritz zu den ersten beiden Städten gehört, die vom neuen Förderprogramm „Wohnungsbau sozial“ profitieren. Es setzt Anreize für Wohnungsgesellschaften und private Investoren, bezahlbaren Wohnraum in Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt zu schaffen. Förderfähig ist die Bereitstellung von barrierearmen und barrierefreien Mietwohnungen durch Neubau, Dachgeschoss-Ausbau, Wohngebäude-Aufstockung oder -anbau sowie durch Nutzungsänderung bestehender Gebäude. Es können bis zu 850 Euro je Quadratmeter als Zuschuss gewährt werden: bis zu 650 Euro pro Quadratmeter für barrierearme Wohnungen, bis zu 750 Euro pro Quadratmeter für barrierefreie Wohnungen und zusätzlich bis zu 100 Euro/Quadratmeter für den Einbau von Personenaufzügen.

Für die nach der neuen Richtlinie geförderten Wohnungen gilt eine Belegungsbindung: 20 Jahre lang dürfen sie nur an Personen mit einen Wohnberechtigungsschein vermietet werden. Diesen Schein stellt die Kommune Wohnungssuchenden aus, deren Einkommen einen festgelegten Satz nicht überschreitet. Die Nettokaltmiete darf in den ersten drei Jahren der Vermietung 5,50 Euro/Quadratmeter nicht übersteigen. Ab dem vierten Jahr sind im Zweijahresrhythmus bis Ende der Belegungsbindung Mietsteigerungen um 25 Cent pro Quadratmeter erlaubt. Gefördert werden Bauvorhaben in Grund-, Mittel- und Oberzentren, in denen die Leerstandsquote vier Prozent unterschreitet. Für 2017 stehen dafür im Landeshaushalt 14,6 Millionen Euro zur Verfügung. Bislang wurden zehn Anträge für die Förderung von 174 Wohnungen mit Zuschüssen von insgesamt 7,8 Millionen Euro beantragt, unter anderem in Greifswald, Waren/Müritz und Bad Doberan.

Anträge können gestellt werden an das Landesförderinstitut (LFI) Mecklenburg-Vorpommern, Geschäftsbereich der NORD/LB Girozentrale, Postfach 160255. Beim LFI können sich potenzielle Bauherren auch zur Antragstellung beraten lassen. Die Richtlinie zum Herunterladen und weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter: http://www.regierungmv.de/Landesregierung/em/Bau/Wohnraumförderung/ .