Elektromobilität in Mecklenburg-Vorpommern

Elektromobilität in Verbindung mit Erneuerbarer Energie ist ein wichtiger Baustein für einen wirkungsvollen Klimaschutz. Die bundesdeutschen und die europäischen Klimaschutzziele sind ohne Wandel in unserer Mobilität kaum erreichbar.

Jährlich werden in Mecklenburg-Vorpommern fast 8 TWh Strom aus Erneuerbaren Energien mit steigender Tendenz erzeugt. Dies ist mehr als hier im Land verbraucht wird. Dadurch hat das Land bilanziell exzellente Voraussetzungen, um perspektivisch die fossilen Energieträgern gerade im Verkehrsbereich zu ersetzen. Positive Effekte wie beispielsweise Luftreinhaltung und Lärmminderung gehen damit einher und können auch zur Steigerung der Lebensqualität insbesondere in städtischen Bereichen beitragen.

Allerdings sind immer noch Bedenken hinsichtlich der Reichweite und der Kosten der elektrisch betriebenen Fahrzeuge insbesondere im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen weit verbreitet. Daher sollten die Kampagnen ePendler (Link zu www.ePendler-mv.de ) und eFlotte (Link zu www.eFlotte-mv.de ) in den Jahren 2015 und 2016 gezielt von der Praxis- und Alltagstauglichkeit der aktuellen Elektro-Fahrzeuge überzeugen und so die Akzeptanz dieser Technologie fördern.

Die Frage der Ladeinfrastruktur derzeit noch eine zentrale Klippe beim Ausbau der eMobilität. Vielerorts würde man aufgrund der Reichweiten derzeit noch kein Elektrofahrzeug nutzen können. Zusätzlich sind viele potentielle Nutzer eines entsprechenden Fahrzeugs verunsichert, ob ein gewohnter Einsatz des Privat-PKW auch möglich wäre, wenn dieser nicht mit einem Verbrennungsmotor betrieben wird. Beidem müssen zum einen natürlich neue Ladesäulen und zum andern aber auch ein Bewusstseinswandel begegnen.

Deshalb rüstet der Bund derzeit die Tank- und Raststätten entlang seiner Autobahnen mit Schnelladesäulen aus. Als Energieministerium können wir über die Klimaschutzrichtlinie Ladesäulen direkt oder Konzepte zur Integration einer Ladeinfrastruktur fördern.  Zudem können wir im Rahmen der Klimaschutzförderrichtlinien aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für Unternehmen und auch nicht wirtschaftlich tätige Organisationen die Mehrkosten bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs fördern.

Auf Bundesebene ist Anfang Juli 2016 die Kaufprämie für reine Elektrofahrzeuge und Hybridfahrzeuge angelaufen. Die Prämie kann jedoch nicht landesseitig über die Klimaschutzförderrichtlinie aufgestockt werden. Die Bundesrichtlinie enthält einen entsprechenden Ausschluss. Unternehmen oder nicht wirtschaftlich tätige Organisationen sollten also abwägen, welche Fördermöglichkeit für sie passender ist. Da Kommunen die Förderung des Bundes grundsätzlich nicht in Anspruch nehmen können, ist für diese die Klimaschutzrichtlinie des Energieministeriums weiterhin eine gute Möglichkeit, die Beschaffung eines eFahrzeugs finanziell zu flankieren.

Auch im Öffentlichen Personennahverkehr bestehen Potentiale für die Anwendung klimafreundlicher Antriebe. Neben Straßenbahnen, die z.B. in Rostock schon jetzt zu 100 % mit Ökostrom betrieben werden, könnten zukünftig Elektrobusse Anwendung finden. Auch hier kann das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern Busse mit alternativen Antrieben für den ÖPNV nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Neubeschaffung von Bussen des ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern (ÖPNV-Bus-Neubeschaffungsrichtlinie - ÖPNV-BusRL) fördern.

Kontakt

Monique Ziebarth
Telefon: 0385-588 8321
Telefax: 0385-588 8032

Publikationen und Dokumente

Verordnungen

Verordnung über technische Mindestanforderungen an den sicheren und interoperablen Aufbau und Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektromobile (Ladesäulenverordnung - LSV)