Innenminister Caffier: Hervorragende Ermittlungsarbeit der Schweriner Kriminalpolizei im Fall des sexuellen Missbrauchs eines 11jährigen Jungen

Nr.08  | 25.01.2017  | IM  | Ministerium für Inneres und Europa

Zur Mitteilung der Staatsanwaltschaft Schwerin über die Festnahme eines Tatverdächtigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines 11jährigen Jungen im Dezember 2015 in schwerin erklärt Innenminister Lorenz Caffier: "Ich freue mich sehr, dass diese schreckliche Tat nun aufgeklärt zu sein scheint und bedanke mich ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schweriner Kriminalpolizei, die mit sehr großem Kräfteaufwand sowie hervorragender und akribischer Ermittlungsarbeit wesentlich dazu beigetragen haben, den bislang unbekannten Täter bekannt zu machen und festzunehmen." 

Wie die Ermittler mitteilten, habe eine DNA-Spur den Tatverdächtigen überführt. "Dies zeigt einmal mehr, dass der DNA-Beweis eines der erfolgreichsten kriminalistischen Instrumente bei der Identifizierung von Tätern sowie bei der Zuordnung von Tatspuren ist", so Innenminister Caffier. "Vor diesem Hintergrund begrüße ich eine Ausweitung der DNA-Untersuchung auf offen sichtbare äußere Merkmale einer Person, wie sie im Übrigen auch für jeden Zeugen optisch sichtbar sind, ausdrücklich." 

Der Gesetzgeber hat bislang strikte Grenzen der DNA-Untersuchung in § 81e StPO festgeschrieben. Die gegenwärtige Entwicklung der Sicherheitslage gebietet aber, hierüber eine neue Diskussion mit allen zu beachtenden Aspekten zu führen.

Ziel einer DNA-Untersuchung ist bislang vor allem der sogenannte „nicht codierende“ Teil der DNA, über den sich ein Spurenverursacher individualisieren lässt. Zusätzlich ist die Geschlechtsbestimmung erlaubt. Weiterführende Untersuchungen sind nicht zulässig, können aber bei beispielsweise der Feststellung der Farbe des Haares und der Augen weitere Ermittlungsansätze bieten und die Fahndung nach Tätern verbessern. 

Seit Bestehen der DNA-Analyse-Datei (1998) wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 2.816 Treffer zu den in der DNA-Datenbank eingestellten Datensätzen zu Personen bzw. Spuren erzielt. Bis Mitte Dezember 2016 gab insgesamt 237 Treffer. 2015 waren es 344 und 2014 insgesamt 184 Treffer. 

Link zur Mitteilung der StA Schwerin: http://www.mv-justiz.de/aktuell.htm