Innenminister Caffier übergibt Bürgermeister von Heringsdorf Fördermittel für Erweiterung der Europaschule und zur Beseitigung von Sturmflutschäden

Nr.92  | 26.06.2017  | IM  | Ministerium für Inneres und Europa

Die amtsfreie Gemeinde Heringsdorf auf der Insel Usedom, im Landkreis Vorpommern-Greifswald erhielt heute Fördermittel aus Mitteln der Sonderbedarfszuweisung aus dem Ministerium für Inneres und Europa in Höhe von insgesamt 1.908.100 Euro für die Beseitigung der im Januar diesen Jahres entstanden Sturmflutschäden und für die umfassende Sanierung und Erweiterung der Europaschule in Ahlbeck. Innen- und Europaminister Lorenz Caffier übergab heute dem Bürgermeister des Ostsee- und Seebads Heringsdorf Lars Petersen die beiden Fördermittelbescheide. 

Insgesamt wurden infolge der schwersten Sturmflut der letzten zehn Jahre 46 Anträge auf Unterstützung mit einem Finanzvolumen von rund 2,7 Millionen an das Innenministerium gerichtet. Zu den Antragstellern gehörte auch die Gemeinde Heringsdorf. Dort kam es im gesamten Strandabschnitt der Gemeinde zu Schäden an den Strandaufgängen, Dünenkanten und –Abgrenzungen und der Seebrücke in Ahlbeck. Mit der Sturmflut wurden außerdem Unmengen an Seetang, Muscheln und Müll aus der Ostsee angespült, welche entsorgt werden müssen. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 244.000 Euro, von denen das Innenministerium 158.600 Euro übernimmt. 

„Auf viele Gemeinden kamen mit den Sturmschäden unvorhersehbare und somit auch nicht planbare finanzielle Belastungen zu. Ich freue mich, dass ich heute die zugesagte finanzielle Hilfe überreichen kann. Damit können Gäste und Einheimische nun wieder positiv auf die startende Sommersaison schauen“, so Innenminister Lorenz Caffier. 

Auf finanzielle Unterstützung aus dem Innenministerium kann die Gemeinde Heringsdorf auch für ihr Bauvorhaben der Sanierung und Erweiterung der Europaschule in Ahlbeck freuen. 1.749.500 Euro Fördermittel hat Europaminister Lorenz Caffier heute dem Bürgermeister übergeben. Im Zuge der Baumaßnahmen soll der Eingangsbereich auf der Südseite der Schule barrierefrei gestaltet werden. Insgesamt ist eine barrierefrei Erschließung des 4-geschossigen Plattenbaus durch den Einbau eines Aufzugs geplant. Ferner soll die äußere Gebäudehülle erneuert und die gesamte technische Gebäudeinstallation den technischen Anforderungen einschließlich der Umsetzung von Anforderungen an den Brandschutz neu gestaltet werden. Darüber hinaus ist die Erweiterung des Schulkomplexes um eine Eingangshalle geplant. Die geplanten Gesamtkosten in Höhe von rund 9,7 Mio. Euro werden von Land und Gemeinde gemeinsam getragen. 

„Im Ergebnis aller geplanten Baumaßnahmen wird am Standort Ahlbeck ein hochwertiger und zeitgemäßer Unterrichtsbetrieb möglich gemacht“, ist sich Europaminister Caffier sicher. „Es gibt immer mehr grenzüberschreitende Freundschaften und es gibt immer mehr deutsch-polnische Familien. Die Freundschaft unser beiden Völker war nie größer und sie wird – davon bin überzeugt – in Zukunft noch viel enger werden. Und für all das steht die Europaschule in Ahlbeck wie ein strahlendes Symbol.“