Projekt Hochrisikostraftäter

400 Strafvollzugsexperten aus ganz Europa und den USA haben im September 2014 in Rostock getagt. Es war die Abschlusskonferenz des EU-Projekts „Justice Cooperation Network“ (JCN). In dem vom Justizministerium initiierten Projekt wurden mögliche Standards für den europaweiten Umgang mit Hochrisikotätern erarbeitet. Projektpartner von M-V waren die Justizministerien aus Irland und Finnland, die finnische Bewährungshilfe, der Strafvollzug aus Estland, ein Bildungsträger aus Italien und Greifswalds Uni.

Jörg Jesse, Abteilungsleiter im Justizministerium,  begrüßte, dass das Ergebnis in vielen Punkten die hiesige Praxis des Strafvollzugs widerspiegle. So waren sich die Projektländer einig, dass Hochrisikotäter im Vollzug eine spezielle Behandlung benötigen, die auf einem wissenschaftlich fundierten Diagnostikverfahren basiert. Darüber hinaus bedarf es eines Netzwerks gesellschaftlicher Ebenen außerhalb des Vollzugs für eine erfolgreiche Wiedereingliederung. „Unser Ziel ist eine optimale Vorbereitung zur Resozialisierung. Entlassene Hochrisikotäter, die nach dem Vollzug ein Leben ohne Straftaten leben, sind der beste Opferschutz. Das schaffen wir aber nur mit der Hilfe der gesamten Gesellschaft“, so Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner. Die Experten empfahlen in Rostock, diese Maßnahmen in den EU-Staaten festzuschreiben.

Der Kriminologe und Strafrechtler, Prof. Dr. Frieder Dünkel, sprach dazu unter dem Titel "Treatment, transition management an re-integration of high-risk offenders in Europe - results of a comparative project" auf einer Veranstaltung in Den Haag im Dezember 2016. Klicken Sie hier auf seinen Bericht.

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