Minister Backhaus beim 11. Storchentag in Karow

Nr.076/2017  | 10.03.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Nach altem Volksglauben ist der Storch ein Glücksbringer und seit jeher ein Symbol für Wachstum, Fruchtbarkeit und Kindersegen.

„Durch die Bindung des Storches an das unmittelbare Wohnumfeld und die hohe Akzeptanz in der Öffentlichkeit kommt dem Storch auch eine besondere symbolische Bedeutung für das Verhältnis von Mensch und Natur zu“, hieß es in der Rede des Ministers für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus am heutigen 11. Storchentag in Karow (Landkreis Ludwigslust-Parchim).

 

„Die Populationsentwicklung der Störche in Mecklenburg-Vorpommern ist alarmierend! Nach einem starken Bestandsrückgang um etwa 27 Prozent von 1.142 Horstpaaren im Jahre 2004 auf 834 Horstpaare im Jahr 2005 hat sich der Bestand bis zum Jahre 2014 zwar zunächst in etwa auf diesem niedrigeren Niveau gehalten, in den letzten beiden Jahren musste jedoch eine weitere Bestandsreduktion registriert werden“, führte der Minister aus.

2014 wurden 864 Horstpaare, 2015 801 Horstpaare gezählt. Im vergangenen Jahr wurde mit 724 Horstpaaren der bislang geringste Brutbestand erfasst.

 

„Und dennoch: Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg beherbergen zusammen den höchsten Anteil der Weißstorch-Brutpopulation bundesweit, woraus sich eine besondere Verantwortung unseres Bundeslandes für den Erhalt dieser Art in Deutschland ableiten lässt“, hob der Umweltminister hervor.

 

Ein wesentlicher Ansatz zur Erhöhung der Reproduktionsrate ist und bleibt nach Ansicht des Ministers die Verbesserung des Nahrungsangebotes und der Nahrungsverfügbarkeit für den Weißstorch. „Ob dies in den kommenden Jahren gelingt, hängt auch wesentlich vom Umfang der in Anspruch genommenen Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen sowie weiteren Fördermöglichkeiten zur ökologischen Aufwertung der Landschaft ab“, betonte Dr. Backhaus.

Aus energetisch-physiologischen Gründen finden die Hauptaktivitäten zur Nahrungssuche in einem engen Umkreis um den Horst statt. „Deshalb sollten die Landwirte ihre Bewirtschaftungsintensität und -abläufe auf den Flächen in einem Umfeld von bis zu 3 Kilometer überprüfen und dort Agrar- und Umweltmaßnahmen in Betracht ziehen“, sagte der Minister.

Informationen zu entsprechenden Fördermöglichkeiten sind im Internet unter http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/Foerderungen/ abrufbar.

 

„Der Schutz von Natur und Umwelt ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, die einzigartige Natur und Landschaft, in der und mit der wir leben, zu bewahren und zu schützen, damit sie auch den nachfolgenden Generationen zur Verfügung steht“, so Minister Backhaus abschließend.

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