Backhaus eröffnet Bauernhofkita in Neubrandenburg – 57 neue Plätze

Nr.87/2017  | 20.03.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

„Der natürliche Umgang mit Tieren und Pflanzen, das Zusammenspiel von Mensch und Natur, ökologische Zusammenhänge von Boden, Pflanzen und Tieren, die Nähe zu den Tieren, der Kontakt mit der Erde, frischer Luft und Wasser, Leben. – All das, lässt Kinder Erfahrungen sammeln, die sonst im Alltag nicht selbstverständlich sind“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, heute in Neubrandenburg anlässlich der Eröffnung der Kindertagesstätte „Unsere Bauernhofkita“.

In der neuen Kita können sich die Kinder austoben, lernen miteinander umzugehen, Verantwortung für die Tiere und auch für den Naturgarten zu übernehmen, so der Minister. Auch lernen sie Rücksichtnahme. Denn die Kaninchen, Zwerghühner, Zwergziegen und Zwergesel, und der Hund sowie zukünftig auch Ponys bedürfen einer besonderen Pflege und Aufmerksamkeit. Auf diese Weise können sie Nähe und Treue spüren und auf die Bedürfnisse der Tiere eingehen, sagte er weiter.

Im Naturgarten erleben die Kinder hautnah, was sie mit ihren eigenen Händen geschaffen haben. Gleichzeitig lernen sie auch, sich in Geduld zu üben, denn es dauert, bis man die Möhren oder die Tomaten ernten kann. So nehmen sie die saisonalen Veränderungen im Laufe der Jahreszeiten bewusst wahr, hieß es in der Rede des Ministers.

Projekte wie diese sind beispielgebend, bedürfen aber immer Menschen, die etwas bewegen wollen, betonte Backhaus. Dem ADHS-Förderkreis e.V. sei es innerhalb von drei Jahren gelungen, einen Bauernhofkindergarten für alle Kinder zu schaffen, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft oder unterschiedlicher geistiger und körperlicher Voraussetzungen. Insgesamt sind hier Plätze für 57 Kinder entstanden, rund 1 Mio. € wurden investiert.

Dass das Konzept zukunftsweisend und richtig sei, belege die Naturbewusstseinsstudie 2013, führte der Minister aus. Demnach seien 92 % der Bürgerinnen und Bürger der Meinung, dass die Natur zu einem guten Leben dazu gehört. Für 91 % bedeute die Natur Gesundheit und Erholung. Auch bei der Kindererziehung spiele die Natur eine wichtige Rolle. Für 89 % der Befragten sei die Natur dabei besonders wichtig. Auf dem Kita-Bauernhof kommen die Kinder direkt damit in Kontakt.

„Kindertagesstätten sind mehr als reine Betreuungsorte. Hier wollen und sollen die Kinder spielerisch Schritt für Schritt die Welt entdecken und sich Wissen aneignen. Hier legen wir die Grundsteine des Lebens und investieren in die Zukunft der Kinder. Deshalb sind Investitionen in Kindertagesstätten von so großem Wert“, betonte Backhaus.

Auch zukünftig stehen daher für die Förderung von Basisdienstleistungen der Grundversorgung im ländlichen Raum in der Förderperiode 2014 bis 2020 rund 35 Mio. Euro zur Verfügung. Seit 2007 wurden hierzulande Fördermittel in Höhe von knapp 60 Mio. € für 170 Kindertagesstätten beantragt. Dadurch wurden Investitionen von fast 121 Mio. € ausgelöst.

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