Minister eröffnet Erdbeersaison in Rövershagen

Nr.150/17  | 04.05.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

„Erdbeeren sind besonders gesund. Sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen und bestehen zu über 90 % aus Wasser. So ist es nicht verwunderlich, dass der Pro-Kopf-Verbrauch bei 3,4 kg liegt“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt heute anlässlich der Erdbeersaisoneröffnung auf Karls Erdbeerhof in Rövershagen.

Die Erdbeeranbaufläche in Deutschland betrug im Jahr 2016 12.300 ha, die Gesamterntemenge belief sich auf über 143.000 t, bei einem Ertrag von ca. 115 dt/ha. Im Vergleich dazu betrug die Anbaufläche in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 791 ha, die Gesamterntemenge belief sich auf knapp 8.000 t bei einem mittleren Ertrag von ca. 102 dt/ha. „Damit war die Erdbeerernte sehr enttäuschend, was der Witterung geschuldet war“, bedauerte der Minister. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes betrug das Minus zwischen 15 und 20% gegenüber dem Vorjahr.

„In diesem Jahr war nach den milden Temperaturen im Februar und März erst von einem frühen Erntebeginn auszugehen. Die anhaltend kühle und regnerische Witterung des vergangenen Monats hat die Entwicklung jedoch wieder gestoppt“, hob Backhaus hervor. Die Frostereignisse vor ca. 2 Wochen haben die Erdbeerblüte nur wenig getroffen, da die meisten Bestände durch Vlies- und Folienbedeckung weitestgehend geschützt werden konnten.

Inzwischen werden in Deutschland auf knapp 1.000 ha bzw. rund 7,8% der Anbaufläche unter Folie angebaut. In MV sind es schätzungsweise ca. 50 ha. Die Vorteile sind vielfältig: Neben der Verfrühung der Ernte ist eine Verlängerung der Erntesaison möglich, die Anbausicherheit kann verbessert werden und durch spezielle Anbauformen wird durch eine höhere Pflanzdichte ein höherer Flächenertrag erreicht. Da die Früchte frei hängen, sind sie in der Regel von hervorragender Qualität. Auch die Pflückleistung ist etwa 30 bis 40 Prozent höher, da in angenehmer Arbeitsposition im Stehen gepflückt werden kann. „Allerding ist der Anbau in den Tunneln aber wesentlich kapitalintensiver als im Freiland, sodass man auf gute Preise angewiesen ist“, sagte der Minister abschließend.