Wolfsfähen aus Lübtheener Rudel unternehmen erste Exkursionen

Nr.188/2017  | 09.06.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

In Mecklenburg-Vorpommern wurden mittlerweile vier Wölfe mit einem Peilsender markiert. Im Oktober 2015 gelang es erstmals, den männlichen Wolfswelpen „Arno“ aus dem Rudel in der Lübtheener Heide mit einem GPS-Gerät auszustatten. Dieser wurde ein Jahr später illegal geschossen. Ein Jahr später, im Oktober 2016, wurde den Wolfsfähen „Naya“ und „Emma“ aus dem gleichen Rudel ein Halsband angelegt. Vor kurzem kam ein Rüde „Torben“ in der Ueckermünder Heide hinzu.

Im Frühjahr 2017 haben die beiden Schwestern „Naya“ und „Emma“ erste Exkursionen unternommen.

Am Morgen des 13. März bewegte sich „Emma“ erstmals außerhalb des Territoriums des Lübtheener Rudels und durchwanderte den Lebensraum des angrenzenden Kalißer Rudels Richtung Südosten. Am frühen Morgen des 15. März überquerte sie dann bei Lütkenwisch/Jagel die Elbe und erreichte nach kurzem Besuch in Brandenburg die nördlichste Spitze von Sachsen-Anhalt. Von dort aus durchschwamm sie kurz darauf den Elbebogen ein zweites Mal, um wieder in Brandenburg anzulanden. Nach kurzem Aufenthalt westlich von Perleberg kehrte sie am 21. März nach Lübtheen zurück.

Wolfsfähe „Naya“ startete am 05. April auf eine größere Exkursion Richtung Südwesten. Nach der Überquerung der Elbe durchlief sie mehrere niedersächsische Rudelterritorien und durchquerte auch die großen Truppenübungsplätze Munster und Bergen. Am 10. April kehrte sie dann westlich von Celle um und lief auf einer sehr ähnlichen, aber nicht der gleichen Strecke zurück. Am Morgen des 19. April war sie wieder bei Jasnitz, dem Startpunkt des Ausfluges zurück. Der weiteste Punkt war von dort etwa 135 km entfernt.

„Es ist toll, dass die intensive Arbeit unserer Wolfsbeauftragten Früchte trägt und wir uns mittels der Telemetriedaten nun ein genaues Bild über die Lebensweisen und räumliche Ausbreitung der Wölfe machen können. Die zum Teil mehrwöchigen Ausflüge in benachbarte Bundesländer sind nicht nur spannend nachzuvollziehen. Unsere Experten leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Wildtierforschung. Denn das Besendern eines Wolfes ist sehr zeitaufwendig und nicht immer ganz einfach, da das Tier zuerst aufgespürt, eingefangen und betäubt werden muss. Unter Betäubung wird das Tier dann untersucht und vermessen und zum Schluss dann ein Senderhalsband angepasst. Auf diese Weise lassen sich die Tiere aus der Entfernung lokalisieren, ohne sie zu stören oder ihr Verhalten zu beeinträchtigen“, kommentierte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus die Erkenntnisse.

Das Telemetrie-Projekt wird seit 2011 vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV in enger Abstimmung mit dem Landesjagdverband MV, dem Bundesforstbetrieb Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem Forstamt Kaliß der Landesforstanstalt und der TU Dresden durchgeführt. Künftig sollen in Mecklenburg-Vorpommern weitere Wölfe besendert werden.

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