„Grüne Berufe“ bundesweit gefragt, Zurückhaltung in MV

Nr.189/2017  | 09.06.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Im laufenden Ausbildungsjahr 2016/2017 (Stichtag 31.12.2016) wurden in den landwirtschaftlichen Berufen bundesweit insgesamt 13.582 Ausbildungsverträge (+0,9 Prozent im Vorjahresvergleich) bei den zuständigen Stellen registriert. Gegenläufig entwickelten sich die Ausbildungszahlen mit 11.090 Neuverträgen(+3,6 Prozent) in Westdeutschland und 2.492 Neuverträgen (-9,2 Prozent) in Ostdeutschland. Dies teilte der Verband der Landwirtschaftskammern heute in einer Pressemitteilung mit.

Im Beruf Landwirt/in gab es bundesweit 4.093 Neuverträge (-3,5 Prozent), davon 3.233 (+/-0 Prozent) in Westdeutschland und 860 (-13 Prozent) in Ostdeutschland.

Weiter deutlich rückläufig sind die Ausbildungszahlen im Beruf Tierwirt/in mit insgesamt 332 (-17 Prozent) Neuverträgen, davon 85 (+13 Prozent) im Westen und 247 (-24 Prozent) im Osten. Besonders stark fiel hier die Entwicklung für die Fachrichtung Rinderhaltung mit 205 Neuverträgen aus (-28 Prozent).

Im Beruf Pferdewirt/in blieb die Anzahl mit 756 Ausbildungsneuverträgen (+1 Prozent) nahezu konstant, wobei sich die Zahlen in Ostdeutschland rückläufig entwickelten (-6,3 Prozent) und in den westdeutschen Bundesländern leicht anstiegen (+2,6 Prozent).

Im Beruf Fachkraft Agrarservice zeichnete sich mit 280 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ein moderater Rückgang gegenüber dem Vorjahr ab (-3,5 Prozent) wohingegen sich der 2013 neu geschaffene Beruf Pflanzentechnologe/-technologin mit insgesamt 36 hauptsächlich im norddeutschen Bereich abgeschlossenen Ausbildungsverträgen stabil entwickelte.

Im Ausbildungsberuf Gärtner/in wurde bundesweit ein Anstieg auf 5.000 Neuverträge verzeichnet (+4 Prozent), der vor allem für Westdeutschland (+ 4,2 Prozent) aber auch Ostdeutschland (+2,4 Prozent) einen Zuwachs bedeutete. Ähnlich verhielt es sich bei dem Beruf Winzer/in mit insgesamt 367 Ausbildungsneuverträgen (+3,1 Prozent).

 

Zahlen für MV

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im laufenden Ausbildungsjahr 2016/2017 (Stichtag 31.12.2016) in den landwirtschaftlichen Berufen 432 Neuverträge geschlossen. Das entspricht einem Rückgang von insgesamt 5,7%.

„Das sind bedauerliche Zahlen, insbesondere für ein Agrarland wie Mecklenburg-Vorpommern. Solides Fachwissen und ein hohes Allgemeinwissen sind der Garant für eine starke und nachhaltige Agrarwirtschaft. Dazu brauchen wir junge Menschen, die bereit sind, fleißig zu lernen, sich Wissen anzueignen und – von erfahrenen Meistern ihres Faches geführt – zu jungen Facharbeitern heranzuwachsen. Dies setzt Rahmenbedingungen voraus, die eine Ausbildung in landwirtschaftlichen Berufen attraktiv machen. Denn die Qualifikationen sind mittlerweile genauso anspruchsvoll wie für einen führenden Posten im Industriebetrieb, die Verantwortung ist meist größer. Dazu kommt gleichsam ununterbrochener Bereitschaftsdienst. Das schreckt zunächst ab. Umso wichtiger ist es, dass wir jungen Menschen immer wieder vermitteln, dass es sich lohnt, einen Agrarberuf zu erlernen. Die vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die Qualität der Ausbildung und der Bezug zum selbst geschaffenen Produkt sind nur einige Gründe dafür“, kommentierte Dr. Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt die Entwicklung.    

Im Beruf Landwirt/in gab es hierzulande 182 Neuverträge (= -8,0%). Rückläufig sind die Ausbildungszahlen auch im Beruf Tierwirt/in. Hier wurden 39 Neuverträge (= -7,1%) eingegangen. Den größten Rückgang an Auszubildenden verzeichnen der Beruf „Fachkraft Agrarservice“ mit 15 Neuverträgen (= -31,8%) und der Bereich „Rinderhaltung“ mit 29 Neuverträgen (= -21,6%).

Positive Entwicklungen verzeichnen hingegen die Berufe Pferdewirt/in mit 20 Neuverträgen (= +66,6%) und Gärtner/in mit 65 Neuverträge (= +41,3%). Winzer werden in MV nicht ausgebildet.

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