Das Gebäude

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt <p>© Pressefoto Angelika Lindenbeck</p> Details anzeigen

Blick auf das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt von der Schlossgartenallee aus

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt <p>© Pressefoto Angelika Lindenbeck</p>

Blick auf das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt von der Schlossgartenallee aus

Das Gebäude gehört zwar zu den jüngeren Bauten der Schweriner Geschichte, wurde aber aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen bereits in die Denkmalliste der Landeshauptstadt Schwerin eingetragen.

Erbaut wurde es in den Jahren 1953 bis 1955. Architekt war Franz Schiemer, geboren 1892 in Nürnberg, verstorben 1953 in Schwerin. Er war seit Beginn der 1930er Jahre bei der Stadtverwaltung Schwerin beschäftigt, nach 1950 beim VEB Hochbauprojektierung. Zu seinen Werken in Schwerin und Umgebung gehören u. a. der Wiederaufbau der Badeanstalt Kalkwerder, ein Wohnhaus in der Lärchenallee und in Zusammenarbeit mit H. Handorf das Gebäude des heutigen Wirtschaftsministeriums und das Kulturhaus in Brüsewitz.

Der Bau besteht aus drei nach Funktionen gegliederten Trakten, die eine u-förmige Anlage bilden. Die Trakte beherbergten ehemals die Schule mit Vorlesungsraum und Hörsaal, ein Internat mit 300 Plätzen und Klubräumen sowie den Speisesaal mit Bühne und Küchenanlage.

Insbesondere im Foyer und im Speisesaal aber auch auf dem Außengelände findet man noch Original-Ausstattungselemente aus den 50er Jahren vor. So befindet sich z.B. auf dem Hof eine Bronzeplastik "Gans" der Rostocker Künstlerin Inge Jäger-Uthoff.

Seit 1991 wird das Gebäude als Landesministerium genutzt, aktuell als Sitz des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt.