Vom Truppenübungsplatz zum Nationalen Naturerbe

Einladung zum Pressegespräch zur weiteren Entwicklung der Lübtheener Heide mit anschließendem Fototermin

Nr.019/16  | 18.01.2016  | LU  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Am Mittwoch, dem 20. Januar 2016, um 11.30 Uhr, findet im Büro der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Lübtheen (Lübbendorfer Chaussee 2, 19249 Lübtheen) ein Pressegespräch zur weiteren Entwicklung der Lübtheener Heide statt.

Als Gesprächspartner stehen neben dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus und Herrn Christian Tölle von der BimA auch Herr Robert Mollitor (Leiter des Munitionsbergungsdienstes Mecklenburg-Vorpommern) sowie der Leiter des Biosphärenreservats Schaalsee Elbe Klaus Jarmatz zur Verfügung.

Im Anschluss an das Pressegespräch besteht um 12.00 Uhr die Möglichkeit zu einem Fototermin auf der Binnendüne in der Lübtheener Heide (ehemaliger Truppenübungsplatz).

ACHTUNG: Bitte melden Sie sich dafür aus versicherungstechnischen Gründen bis Dienstag, 19.01.2016, 12.00 Uhr, bei Herrn Olaf Ostermann per Mail unter folgendem Kontakt an: o.ostermann@lu.mv-regierung.de.

Hintergrund:

Der Truppenübungsplatz Lübtheen mit seinen ca. 6.000 Hektar zählt zu den herausragenden Naturräumen des Landes. Maßgeblich für seinen hohen Naturschutzwert sind die großflächigen offenen Lebensräume und die lockeren, zum Teil sehr alten Kiefernbestände. Hier befindet sich außerdem die größte aktive Binnendüne Deutschlands. Die Heide- und Trockenrasenflächen gelten als seltene Lebensraumtypen nach FFH-Richtlinie und unterliegen einem strengen Erhaltungsschutz. Als FFH-Gebiet „Lübtheener Heide und Trebser Moor“ mit einer Gesamtgröße von 1.400 Hektar sind sie Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“. Zusätzlich ist fast die gesamte Fläche des Truppenübungsplatzes als Vogelschutzgebiet „Lübtheener Heide“ gemeldet. Vogelarten wie der Rauhfußkautz, der Ziegenmelker oder der Brachpiper finden hier noch den notwendigen Lebensraum.

Der Truppenübungsplatz grenzt unmittelbar an die mecklenburgische Elbtal-Landschaft zwischen Boizenburg und Dömitz. Diese ist seit 1997 Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates „Flusslandschaft Elbe“.