Forschungsprojekt „OptiKuh“ startet mit eigener Homepage

Nr.022/16  | 21.01.2016  | LU  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Das deutschlandweite Forschungsprojekt „OptiKuh“ ist mit einer eigenen Homepage gestartet. Unter www.optikuh.de finden sich detaillierte Informationen zum Projekt, das Zukunftsfragen in der Milchviehhaltung erforscht.

„Ich freue mich sehr, dass sich Interessierte nun auch online über das Projekt informieren und mehr über das komplexe Zusammenspiel von Methanausstoß, Futterverwertung, Milchleistung und Tiergesundheit erfahren können. Das Projekt zeigt einmal mehr, wie wichtig gute und umfassende Forschung ist, um die Landwirtschaft zukunftsfähig zu gestalten“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

Insgesamt 15 Projektpartner gehen gemeinsam der Frage nach, wie sich die Tiergesundheit und das Tierwohl in der Milchproduktion weiter verbessern lassen, das Klima geschont und zugleich die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden kann.

Ein Teil der Untersuchungen wird in Milchviehbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Als kompetenter Partner ist hier die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei mit dem Institut für Tierproduktion integriert. Zusammen mit dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, dem Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitätsprüfung (LKV) Mecklenburg-Vorpommern und der Universität Halle werden unter anderem Methanmessungen an Kühen vorgenommen. Die Ergebnisse sollen helfen, standardisierte und praktikable Merkmale für den Methanausstoß zu definieren und herauszufinden, ob diese sich für eine Zucht mit einem geringeren Methanausstoß eignen.

Auch die Fettsäurekonzentration in der Milch wird dahingehend überprüft, ob sie als geeigneter Parameter zur Bestimmung des Methanausstoßes genutzt werden kann. Die Erhebung der Werte birgt einen geringen technischen Aufwand, da sie im Rahmen der routinemäßigen Milchuntersuchung ohnehin dauerhaft erfasst werden. Das Abschätzen der tierindividuellen und betrieblichen Methanproduktion über die Milch könnte schon bald in das Leistungsportfolio der Landeskontrollverbände für Leistung und Qualitätsprüfung aufgenommen werden – eine Entwicklung, von der nicht nur Zuchtverbände, sondern auch Umweltschutzverbände profitieren könnten.