Sanierung des Forstamts Friedrichsmoor startet – Backhaus bei erstem Spatenstich

Nr.029/2016  | 25.01.2016  | LU  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Heute gab der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus den Startschuss für die Sanierung des Forstamtsgebäudes Friedrichsmoor, Landkreis Ludwigslust-Parchim.

“Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern 558.000 Hektar Wald und der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden ist seit 1992 von 43 Prozent auf heute 14 Prozent zurückgegangen. Diese Bilanz ist der Arbeit unserer Försterinnen und Förster zu verdanken und ein Anlass zur Freude, denn die Natur und insbesondere unsere Wälder sind ein wesentlicher Grund für die große touristische Beliebtheit unseres Landes. Doch ich weiß auch um die neuen Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Forstwirtschaft: Der Anstieg des Anteils maschineller Holzernte, die zunehmend komplexeren behördlichen Verfahren sowie die umfassenden Möglichkeiten der Informationstechnik. Ich bin daher froh, dass wir heute den Beginn der Sanierung des Forstamtsgebäudes hier in Friedrichsmoor begehen dürfen, um diesen Standort für die Zukunft zu wappnen”, sagte Dr. Backhaus in seiner Begrüßungsrede.

Das 300 Jahre alte Gebäude ist in seiner Grundsubstanz massiv geschädigt. Neben energetischen Mängeln, die nicht nur im Winter zu Tage treten, existieren erhebliche statische Probleme am Dachtragwerk. Nun wird eine Instandsetzung des gesamten Gebäudes durchgeführt, die unter anderem eine Erneuerung des Dachs, der Fassade, der Abwasser- und Regenwasserleitungen, des Heizungssystems und der Fußböden vorsieht. Aus dem Denkmalschutz des Gebäudes ergeben sich für den Bauprozess jedoch besondere Herausforderungen: So muss in der Sanierungsphase unter anderem berücksichtigt werden, dass das Forstamtsgebäude ein beliebtes Quartier für Fledermäuse ist.

“Der heutige Sanierungsbeginn verdeutlicht, dass wir auf einem guten Weg sind. Unsere Forstämter erfüllen heute mehr als die klassischen Betriebsarbeiten, wie Holzschlagsarbeiten oder Aufforstungen. Sie sind vielmehr öffentliche Dienstleister, welche die Themen des Waldes und der Natur der Öffentlichkeit näher vielfältig näher bringen. Diese Arbeit ist von großem Wert, da der Wald bei vielen Menschen aus dem Blickfeld geraten ist. Das Forstamt Friedrichsmoor mit insgesamt 7 Revierförstereien steht einmal mehr für die einzigartige Natur, welche unser Bundesland kennzeichnet”, betonte Dr. Backhaus weiter.

Die veranschlagten Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 2,1 Mio. Euro. Die Fertigstellung der Sanierung ist für Dezember 2017 geplant. Solange verlagert das Forstamt seinen Dienstsitz übergangsweise nach Domsühl. Der Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Friedrichsmoor erstreckt sich auf circa 68.000 Hektar, davon etwa 17.800 Hektar Wald. Das Gebiet ist geprägt von Kiefern (44%), Roterlen (13%), Fichten und Eichen (je 8%), sowie diversen Wildarten, unter anderem Rot-, Schwarz- und Rehwild. Der jährliche Holzeinschlag beträgt circa 30.000 Festmeter. Die Neuaufforstungen belaufen sich auf rund 70 bis 80 Hektar pro Jahr. Waldtouristisch ist das Amtsgebiet sehr attraktiv: Waldbesuchern finden abwechslungsreiche Waldbilder, die durch kleine und größere Wiesen und Flussläufen unterbrochen werden. Ein weiterer Anziehungspunkt ist auch das sehr beliebte Jagdschloss Friedrichsmoor, das sich gleich gegenüber vom Forstamtsgebäude befindet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wald-mv.de.