455.000 € für Straße in Neu Gülze – Landleben für junge Leute attraktiver machen

Nr.066/2016  | 29.02.2016  | LU  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Der Gemeinde Neu Gülze (Landkreis Parchim-Ludwigslust) übergab Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 455.000 € zum Ausbau der Straße „Friewei“ sowie des zugehörigen Gehwegs.

„Die Ausbau der ‚Friewei‘ trägt auf vielfältige Weise zur Entwicklung des ländlichen Raumes bei: Über die neue Straße wird künftig der gesamte südliche Teil des Gemeindegebietes besser angebunden sein. An der Straße befinden sich die Kindertagesstätte, das Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehr, eine Freizeitanlage sowie zwei Landwirtschaftsbetriebe. Mit dem Ausbau wird auch eine gute Anbindung an das überörtliche Straßennetz sichergestellt. Ebenso kann das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe über die ‚Friewei‘ erreicht werden. Das Beispiel zeigt, dass eine leistungsfähige und moderne Infrastruktur auch die Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort maßgeblich positiv beeinflussen kann“, betonte Dr. Backhaus.

Der auszubauende Straßenverlauf ist 690 m lang und 5,0 m breit, wobei der Gehweg 1,50 m einnimmt. Die Gesamtinvestitionskosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 700.000 Euro. Die Gemeinde trägt dabei einen Eigenanteil von etwa 245.000 Euro. „Allein in der vergangenen Förderperiode von 2007 bis 2015 konnten im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung insgesamt 4 Fördervorhaben in Neu Gülze mit einem Investitionsvolumen von rund 1,7 Mio. Euro auf den Weg gebracht werden. Das Land bezuschusste die Vorhaben mit 700.000 Euro, darunter die Erneuerung von Brücken, Wegen und der Bau eines Freizeit- und Erlebnisplatzes“, erinnerte der Minister.

Für den gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim stellte das Land von 2007 bis 2014 rund 443 Mio. € für etwa 11.000 Förderfälle aus Mitteln des Europäischen Fonds zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) bereit. „Die Maßnahmen tragen dazu bei, die ländlichen Räume in MV gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel lebenswert und zukunftsorientiert zu gestalten. Um vor allem junge Familien Entwicklungschancen in unseren Breiten zu eröffnen, braucht es mehr dieser Vorhaben“, so Backhaus.