Minister eröffnet „Gläsernen Bachlauf“ im Wildpark Güstrow

Nr.096/2016  | 18.03.2016  | LU  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Den heute im Wildpark Güstrow eröffneten „Gläsernen Bachlauf“ bezeichnet Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, als „einzigartiges Projekt“.

„Der bestehende Wasserlauf wurde als Flachgerinne in natürlich geschwungener Form architektonisch angepasst und in den Fußboden integriert. Die Wasserführung beginnt an der Quelle und mündet in die Große Kaskade. Damit wird das Gesamtbild eines Fließgewässers anschaulich dargestellt. Ein Höhepunkt ist das hervorgehobene Rundbecken mit Karpfen und Ostsee-Stören, welches als einziger Anlagenteil wie ein Aquarium aus dem Fließsystem herausragt“, schwärmt der Minister.

Ein Ziel ist die Darstellung verschiedener Lebensräume und Entwicklungsstadien heimischer Fische wie Bach- und Regenbogenforelle, Äsche und Ukelei. Um für die verschiedenen Arten optimale Bedingungen zu ermöglichen, variieren im „Gläsernen Bach“ Bodenbeschaffenheit, Fließgeschwindigkeit, Ausstattung und Pflanzenvorkommen.

Die Anlage ist insgesamt 50 Meter lang, zwischen 60 und 120 Zentimeter hoch sowie zwischen 50 und 100 Zentimeter breit. Das Füllvolumen liegt bei 21.500 Litern. Das Wasser stammt aus der Nebel. Über einen Biofilter, bestehend aus Kiesbett und Pflanzen, wird es direkt in die Schauanlage eingespeist. „Damit leistet der ‚Gläserne Bach‘, der im Wildpark zur ‚Erlebniswelt Fluss‘ gehört, einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in Mecklenburg-Vorpommern. Denn mit dem Demonstrativvorhaben erfolgt die kind- und jugendgerechte Wissensvermittlung über Fließgewässer als wertvollen Lebensraum. Damit trägt das Projekt zum Schutz und der Erhaltung der Ressource Wasser bei. Durch die Artenvielfalt – in der Anlage leben rund 30 heimische Arten - wird außerdem eindrucksvoll auf die Bedeutung der Biodiversität in unseren Gewässern hingewiesen“, sagt der Minister.

Das Vorhaben wurde im Rahmen des Förderprogramms „LEADER alternativ“ aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) mit rund 342.000 Euro gefördert.

Seit 2005 wurden 15 Projekte in Zoos und zoologischen Einrichtungen in MV mit rund 52 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln bezuschusst. Dazu zählen auch drei Vorhaben im ehemaligen Natur- und Umweltpark Güstrow: Die Luchs- und Wildkatzenanlage wurde mit 832.000 Euro unterstützt, das Agendazentrum mit 872.000 Euro und die Waldwelten mit rund 378.000 Euro.