Backhaus eröffnet Rad- und Kutschweg im Darßwald – „Natur bequem erkunden“

Nr.102/2016  | 29.03.2016  | LU  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Mit einer traditionellen Kutschfahrt eröffnete Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, heute im Darßwald inmitten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft gemeinsam mit den Bürgermeistern der Darßgemeinden den modernisierten Rad- und Kutschweg, der den Norden und Süden des knapp 6.000 ha großen Waldgebietes auf einer Länge von 2,5 Kilometer verbindet.

„Viele Fahrradfahrer kennen das Geholper über die Plattenwege im Darßwald. Nachdem im letzten Jahr der Alte Mecklenburger Weg plattenfrei und nationalparkgerecht umgebaut wurde, freue ich mich sehr, dass nun auch das so genannte k-Gestell vom Großen Stern bis zum Langseer Weg von Platten befreit und mit einer wassergebundenen Decke versehen wurde. Nicht nur, dass Besucher die Gegend künftig unter weitaus komfortableren Bedingungen erkunden können, die Baumaßnahme hat auch dazu beigetragen, dass sich der Weg nun viel besser in das hiesige Landschaftsbild einfügt“, betonte Dr. Till Backhaus. Die Kosten für die Baumaßnahme betrugen 153.000 Euro und wurden ausschließlich aus Landesmitteln bestritten. Den Anstoß für die Modernisierung gab das in der Region ansässige Nationalparkamt. „Das Engagement der Mitarbeiter verdient allergrößten Respekt, ihren Leistungen verdanken wir, dass Einheimische und Gäste die Naturschönheiten der Region auf vielfältige Weise und vor allem über sichere und hindernisfreie Zuwegungen erleben können“, sagte er weiter.

Der Minister erinnerte daran, dass das k-Gestell, wie die meisten Plattenstraßen im Darßwald, nach dem großen Windwurf von 1969, der viele Bäume entwurzelte und umwarf, entstanden sei. Im Rahmen des 2015 durchgeführten Umbaus habe das historische Wegestück eine glatte, wassergebundene und landschaftsangepasste Decke erhalten. Dazu seien die Platten aufgenommen und anschließend als Bruch wieder in die stabile Unterschicht des Weges eingebracht worden. Mit dem heutigen Tag sei der Radwanderweg streckenweise auch als Kutsch- und Reitweg freigegeben.

Künftig sollen mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) weitere Streckenabschnitte im Norden erneut werden. „Wenn das gelingt, werden wir bis zum Jahr 2020 die Infrastruktur im Darßwald maßgeblich verbessert haben“, so Dr. Backhaus. Seit ihrer Gründung 1990 habe die Landesregierung etwa 1,9 Mio. € in den Wegebau der beiden Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und Jasmund investiert. Für den Bau von Bohlenstegen, Schildern und Aussichtsplattformen seien weitere 860.000 € bereitgestellt worden.