Drese wirbt für Kinderschutz-Hotline des Landes

Nr.21  | 06.02.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

265 Meldungen und 181 Auskunfts- und Informationsersuchen gingen im abgelaufenen Jahr 2016 bei der Kinderschutz-Hotline des Landes ein. Diese Zahlen zeigen nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese, dass sich die Telefon-Kontaktstelle als zusätzliches niedrigschwelliges Hilfeangebot bewährt hat.

„Wir müssen alles tun, um Kinder vor physischer und seelischer Gewalt zu schützen, aber auch um Hilfe für Menschen in Krisensituationen zu organisieren. Die 24 Stunden erreichbare Hotline ist ein wichtiger Beitrag dazu“, betonte Drese heute in Schwerin.

Bürgerinnen und Bürger könnten sich an die Kontaktstelle wenden, wenn es Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung oder Kindesmisshandlung gibt. Drese: „Die Hotline ermöglicht – auch anonym – eine Auskunfts- und Hilfeberatung in Krisensituationen und sichert die sofortige Weitergabe der Information an den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe nach gemeinsam vereinbarten Standards.“

Die Kinderschutz-Hotline gibt es in Mecklenburg-Vorpommern seit dem 1. Februar 2008. Sie ist am Landesamt für Gesundheit und Soziales angesiedelt, seit  2012 nehmen Fachkräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) rund um die Uhr die Anrufe an der Hotline entgegen. Die enge Zusammenarbeit mit den Jugendämtern im Land wurde durch Kooperationsvereinbarungen mit den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten gesichert.  

Drese: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Hotline sollen nicht die Arbeit von Polizei und Jugendamt ersetzen, sie machen ein zusätzliches Angebot. Dem Land geht es gemeinsam mit den Jugendämtern um den qualitativen Ausbau des Kinderschutzes.“

Die Kinderschutz-Hotline ist kostenlos unter der landesweit einheitlichen Telefonnummer 0800 - 14 14 007 rund um die Uhr erreichbar. Im Jahr 2016 wurde die Not-Kontaktstelle mit Haushaltsmitteln des Landes in Höhe von 128.564,46 Euro gefördert.