Drese: Gute und gezielte Integration ist große wirtschaftliche und gesellschaftliche Chance für Mecklenburg-Vorpommern

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Der Landesintegrationsbeirat nach seiner konstituierenden Sitzung
Der Landesintegrationsbeirat nach seiner konstituierenden Sitzung
Der Landesintegrationsbeirat nach seiner konstituierenden Sitzung
Nr.56  | 31.03.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Am heutigen Freitag hat sich der Landesintegrationsbeirat für die 7. Wahlperiode neu konstituiert. Der Beirat besteht aus Vertreterinnen und Vertreter von Migranten- und Nichtregierungsorganisationen, der Wohlfahrtsverbände, der Kommunen, der Bundesagentur für Arbeit, von Vereinigungen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmer sowie der Landesregierung.

„Angesichts der seit geraumer Zeit rückläufigen Flüchtlingszahlen geht es nicht mehr um Krisenmanagement, sondern um die bestmögliche Integration der längerfristig in Mecklenburg-Vorpommern bleibenden Flüchtlinge und anerkannten Asylbewerberinnen und Asylbewerber“, betonte Ministerin Drese zum Auftakt. Eine gute und gezielte Integration sei nicht nur eine humanitäre Verpflichtung, sondern gleichzeitig eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Chance für das vom demografischen Wandel besonders betroffene Mecklenburg-Vorpommern.  "Besonders wichtig ist und bleibt, dass Einwanderer schnell Zugang zu Sprache, Ausbildung und Beruf erhalten“, so Drese.

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsbewegungen wurden in M-V im Jahr 2015 19.400 Asylbewerberinnen und Asylbewerber registriert. Diese Zahl ging 2016 auf etwa 7.000 zurück. Im Jahr 2017 stellten bis zum 28.02. ca. 700 Menschen einen Asylantrag.

Die Ministerin verdeutlichte, dass im Integrationsprozess der Weg des Dialogs beibehalten und ausgebaut werden soll. Eine wichtige Funktion erfüllt dabei die Integrationsbeauftragte des Landes, Dagmar Kaselitz. Drese: „Mit Dagmar Kaselitz haben wir eine hoch engagierte Landesintegrationsbeauftragte, die überall im Land unterwegs ist und sich kümmert. Die Integrationsbeauftragte nimmt eine sehr wichtige und bisher fehlende Brückenfunktion sowohl zwischen Land und kommunaler Ebene als auch zwischen haupt- und ehrenamtlicher Ebene ein.“

Mit einem Bündel von Maßnahmen konnte zudem nach Angaben der Ministerin der Integrationsprozess seit dem letzten Jahr auf den Weg gebracht werden. Dazu gehöre das Integrationsbüro in der Erstaufnahmeeinrichtung in Stern Buchholz. Dort steht die gezielte individuelle Verteilung der Asylbewerberinnen und Asylbewerber in die Gemeinden aufgrund ihrer Qualifikationen und in enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit im Vordergrund.       

Das Land habe darüber hinaus die Mittel für die Arbeitsmarktintegration von Migranten deutlich aufgestockt, so Drese. „Mit den Integrationslotsen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten, den Angeboten der Migrationsberatung und der Inbetriebnahme von zwei Psycho-Sozialen Zentren in Schwerin und Greifswald insbesondere für traumatisierte Flüchtlinge haben wir weitere wichtige Angebote geschaffen bzw. ausgebaut. Und im Bereich der Sprache flankiert das Land die Integrationskurse des Bundes mit Unterrichtsangeboten für diejenigen mit individueller Bleibeperspektive“, sagte Ministerin Drese auf der konstituierenden Sitzung des Landesintegrationsbeirates.