Zuwendungsbescheide für Kinderschutzbund und Opferhilfe der Sozialdiakonischen Arbeit

Nr.66  | 11.04.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Am heutigen Dienstag (11.4.) hat Sozialministerin Stefanie Drese in Schwerin zwei Zuwendungsbescheide des Landes übergeben. Empfänger sind der Deutsche Kinderschutzbund sowie die Sozialdiakonische Arbeit im Kirchenkreis Mecklenburg – Evangelische Jugend für ihre Beratungsstelle Opferhilfe in Schwerin.

Mit einer Zuwendung des Landes in Höhe von 59.691 Euro wird die Opferhilfe der evangelischen Beratungsstelle der Sozialdiakonischen Arbeit für die Landeshauptstadt Schwerin und die Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim unterstützt.

„Die Opferhilfe hilft Betroffenen von Straftaten nach oft traumatischen Erlebnissen in der direkten Einzelfallberatung“, verdeutlichte Ministerin Drese bei der Übergabe. Ein Schwerpunkt wird nach Angaben Dreses die Opferberatung nach den zahlreichen Missbrauchsfällen im Kontext des Vereins „Power for Kids“ sein.

Die Einrichtung bietet insgesamt Kriseninterventionen an und wird präventiv mit dem Ziel der Verhinderung von Straftaten tätig. „Zudem betreibt sie Netzwerksarbeit für einen besseren Opferschutz und stellt Kontakte zur Polizei, Justiz, Ärzten, Schulen und anderen Beratungseinrichtungen her“, so Drese.

Für das Projekt „Kinderrechte für alle Kinder“ erhält der Kreisverband Schwerin des Deutschen Kinderschutzbundes 8.352 Euro aus Mitteln des Integrationsfonds des Landes. Im Kinderhaus „Blauer Elefant“ können im Offenen Kindertreff Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren ihre Freizeit und Ferien verbringen und werden von ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern betreut. Die Kinder kommen aus sozial benachteiligten Familien und aus Familien mit Migrationshintergrund. Auch die Arbeit mit Eltern nimmt einen wichtigen Teil der Arbeit ein.

Ministerin Drese: „Seit Ende 2015 nutzen viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien die Angebote. Um diese Kinder frühzeitig zu integrieren, kümmert sich ab dem 1. Januar 2017 eine Fachkraft mit deutschen und arabischen Sprachkenntnissen. Sie begleitet die Kinder auf dem Weg des Ankommens in ihrer neuen Heimat und vermittelt auf  spielerische Weise Deutschkenntnisse. Deutsche Kinder lernen andere Kulturen kennen. Das Verständnis untereinander wächst, Berührungsängste schwinden“, so Drese. Der Zuwendungsbescheid wurde über die Landeshauptstadt Schwerin an den Kinderschutzbund ausgereicht.