Drese: Integration mit Schwung in Angriff nehmen

Nr.106  | 01.06.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Eine gute und gelingende Integration ist nicht nur eine humanitäre Verpflichtung, sondern gleichzeitig mit Blick auf den demografischen Wandel eine große Chance für unser Land“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese bei der heutigen Auftaktveranstaltung zur Fortschreibung des Landesintegrationskonzeptes. Das erfordere große Anstrengungen auf allen Ebenen: vom Bund, vom Land, den Kommunen sowie bei den Trägern der Flüchtlingshilfe und Flüchtlingsberatung und natürlich  den Vereinen und Initiativen mit allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ministerin Drese bedanke sich aber auch ausdrücklich für die geleistete Arbeit: „Durch den großartigen Einsatz vieler haupt- und vor allem auch ehrenamtlich Engagierter haben wir in unserem Bundesland Großartiges bei der Unterbringung von Menschen, die in großer Not zu uns geflüchtet sind, geleistet. Viele haben über Wochen, ja Monate über ihre Kräfte gelebt, um zu helfen und den zu uns Geflüchteten die ersten Schritte in neuer Umgebung zu erleichtern.“ Jetzt müsse die Integration der Bleibeberechtigten in unserem Land mit demselben Schwung in Angriff genommen werden.

So hat sich der ausländische Bevölkerungsanteil nach Angaben Dreses in den letzten gut sechs Jahren auf rund 70.000 mehr als verdoppelt. Dies sei auf den starken Anstieg der Zuwanderung in den Jahren 2015/ 2016 zurückzuführen. Drese: „Wir brauchen deshalb im Rahmen der Erarbeitung des neuen Landesintegrationskonzeptes einen stärkeren Fokus auf den Fluchthintergrund.“ Daneben dürften aber auch die Migrantinnen und Migranten, die aus anderen Motiven in Mecklenburg-Vorpommern leben, nicht aus dem Blick verloren werden. “Unsere Integrationspolitik zielt auf die Teilhabe aller im Land lebenden Zugewanderten ab und wendet sich an die ganze Gesellschaft“, so Drese.

„Mit dem Integrationsbüro in Stern Buchholz, 26 Integrationslotsen im gesamten Land, einer guten Migrationsberatung, zwei Psycho-Sozialen Anlaufstellen für traumatisierte Flüchtlinge, flankierenden Deutschkurs-Angeboten sowie mittlerweile 126 Sprach-Kitas und 166 Standortschulen mit Deutsch als Zweitsprache sind viele Maßnahmen bereits auf den Weg gebracht worden“, so Ministerin Drese. Das Land habe zudem die Mittel für die Arbeitsmarktintegration von Migranten deutlich aufgestockt. „Wir sind also gut vorbereitet, um mit allen Beteiligten ein zukunftsfähiges Integrationskonzept zu erarbeiten“, sagte Drese.