Ministerin Drese setzt auf starke Gewerkschaften für alle zukünftigen Kita-Beschäftigten

Nr.113  | 09.06.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Ministerin Drese wirbt im Vorfeld der Gewerkschaftsdemonstration am morgigen Sonnabend für die neue praxisorientierte Ausbildung zur „Staatlich geprüften Fachkraft für Kindertageseinrichtungen“. Der Bedarf an Fachkräften sei in den kommenden Jahren enorm. „Das haben uns Kommunen und Einrichtungsträger immer wieder signalisiert“, so Drese.

Die Landesregierung wolle deshalb so schnell wie möglich starten, um junge Menschen und Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger für einen Beruf in der Kita zu gewinnen. Drese: „Mit dem neuen Ausbildungsgang schaffen wir ein attraktives, zusätzliches Angebot neben der klassischen Erzieherausbildung. Das wir nach der sehr guten Anhörung und vielen Gesprächen u.a. auch mit den Gewerkschaften noch an der ein oder anderen Stelle Änderungen am Gesetzentwurf vornehmen, habe ich immer betont und ist eine Selbstverständlichkeit.“

Energisch tritt die Ministerin Befürchtungen entgegen, dass die neue Ausbildung minderwertig sei. „Das ist schlicht und einfach falsch. Und ich wehre mich entschieden dagegen, dass damit die neuen Auszubildenden einen Stempel aufgedrückt bekommen“, so Drese.

So ist die Gesamtstundenzahl während der gesamten Ausbildungszeit im frühkindlichen Bereich mit über 2.500 Stunden Theorieunterricht höher als bei der klassischen Erzieherausbildung mit rund 2.300 Stunden. Hinzu kommt beim neuen Ausbildungsgang der hohe Praxisanteil.

Drese: „Damit werden die Auszubildenden auf eine Tätigkeit im Bereich der 0- bis 10-Jährigen sehr gut vorbereitet. Als ausgebildete Fachkraft für Kindertageseinrichtungen können Absolventinnen und Absolventen in Krippen, Kindergärten und Horten pädagogische Prozesse für Kinder dieser Altersgruppe eigenständig leiten und gestalten. Und deshalb ist für mich auch nicht ersichtlich, warum nach der Ausbildung die Fachkraft für Kitas schlechter bezahlt werden sollte. Da setze ich auf starke Gewerkschaften, die sich für die Interessen aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Kitas einsetzen“, so Drese.