Gelungene Integrationsinitiative für junge Flüchtlinge - Sozialministerin Drese besucht AOK Nordost

Emad Al-Sheik wird als erster Azubi mit Geflüchtetenstatus bei der AOK Nordost seine Berufsausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten beginnen. Details anzeigen
Emad Al-Sheik wird als erster Azubi mit Geflüchtetenstatus bei der AOK Nordost seine Berufsausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten beginnen.
Emad Al-Sheik wird als erster Azubi mit Geflüchtetenstatus bei der AOK Nordost seine Berufsausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten beginnen.
Emad Al-Sheik wird als erster Azubi mit Geflüchtetenstatus bei der AOK Nordost seine Berufsausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten beginnen.
Nr.154  | 26.07.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Zu den Themen Zuwanderung und Integration traf sich heute Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, mit der AOK Nordost. Dabei informierte sich die Ministerin auch über gelungene Integrationsinitiativen am Arbeitsmarkt der Gesundheitskasse für junge Flüchtlinge.

Der Name AOK steht für Werte wie Offenheit und Toleranz. Das zeigt sich auch bei der Integration von jungen Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Bereits im Jahr 2016 hat die AOK Nordost fünf jungen Menschen aus Nigeria, Syrien, Afghanistan und dem Iran berufliche Perspektiven im Rahmen von Betriebspraktika eröffnet. Im Zuge der Berufsorientierung wurden ihnen neben praktischen Erfahrungen am Arbeitsplatz auch Deutschkenntnisse im AOK-Ausbildungszentrum vermittelt. Ein praxistaugliches Integrationsmodell, das sich bewährt. Zwei von ihnen haben im Nachgang ihre Ausbildung bei der AOK Nordost beginnen können.

Deshalb unterstützt die AOK Nordost auch im Jahr 2017 junge Geflüchtete bei der Integration in den Arbeitsmarkt. So durchlaufen erneut vier Praktikanten, die als unbegleitete Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, mehrere Stationen zur Berufsorientierung bei der AOK Nordost. Einer von ihnen ist Emad Al-Sheik aus Syrien. Der Startschuss für sein mehrmonatiges Praktikum in Schwerin fiel mit Beginn des Jahres mit dem Ziel, zum 1. September seine Berufsausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten zu beginnen.

Im Rahmen ihrer Sommertour informierte sich heute Ministerin Drese über das Integrationsmodell bei der AOK Nordost und tauschte sich mit Ausbildungsverantwortlichen, Lehrern und Praktikanten über ihre Erfahrungen aus.

„Eine gute Integration ist mit Blick auf den demografischen Wandel und zunehmenden Arbeitskräftemangel eine große Chance für unser Land“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese bei ihrem Besuch. „Um hier erfolgreich zu sein und geflüchteten Menschen eine dauerhafte Perspektive geben zu können, braucht es große Anstrengungen auf allen Ebenen. Staat, Zivilgesellschaft, aber selbstverständlich auch die Wirtschaft tragen gemeinsam dafür Verantwortung, damit die Integration von jungen Geflüchteten in unserem Land gelingt. Das Engagement der AOK Nordost mit der Bereitstellung von Betriebspraktika und Ausbildungsplätzen von Migranten ist hier vorbildlich. Wir brauchen viele solcher Initiativen für eine erfolgreiche Integration in unsere Gesellschaft.“

Auch Frank Ahrend, Mitglied der Geschäftsleitung unterstreicht die Bedeutung von Berufsausbildung für Integration. „Integration ist ein Gebot der Vernunft. Eine Grundvoraussetzung dafür ist die Sprache. Deshalb ist ein regelmäßiger Deutschunterricht ein wichtiger Baustein unserer Praktikumsangebote“, unterstreicht Ahrend. „Das Beispiel von Emad zeigt, wie Integration funktionieren kann und wie wichtig dabei die sprachlichen Kenntnisse sind. Nach seinem erfolgreichen Praktikum hat er nun alle Voraussetzungen, um bereits im September – als erster Azubi mit Geflüchtetenstatus – seine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten aufnehmen zu können“, so Ahrend weiter.