BAMF-Leiterin Cordt zu Gast in Schwerin – Angebote der Migrationsberatung von Bund und Land gut aufeinander abgestimmt

Die Leiterin des BAMF, Jutta Cordt, war zu Besuch im Sozialministerium. Details anzeigen
Die Leiterin des BAMF, Jutta Cordt, war zu Besuch im Sozialministerium.
Die Leiterin des BAMF, Jutta Cordt, war zu Besuch im Sozialministerium.
Die Leiterin des BAMF, Jutta Cordt, war zu Besuch im Sozialministerium.
Nr.155  | 26.07.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Die Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, und Integrationsministerin Stefanie Drese haben sich heute in Schwerin für eine noch stärkere Verzahnung der integrationsbegleitenden Angebote von Bund und Land ausgesprochen. „Eine gute und gelingende Integration braucht eine enge Abstimmung und den intensiven Dialog der Verantwortlichen“, so Cordt und Drese anlässlich des Besuchs der BAMF-Chefin in Mecklenburg-Vorpommern.

„Die Voraussetzungen für die Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt haben sich insbesondere bei Geflüchteten mit Bleibeperspektive in den letzten Monaten deutlich verbessert“, betonte Cordt. „Heute warten die Menschen weniger als zwei Monate auf ihre Entscheidung des Bundesamtes. Dies verkürzt auch die Wartezeit auf Integrations- und Sprachkurse und den anschließenden Zugang in den Arbeitsmarkt. Auch der Ausbau unserer Integrationskursangebote und deren Öffnung für Asylsuchende mit guter Bleibeperspektive sowie die Einführung der sogenannten Ausbildungsduldung sind wichtige Schritte dafür.“ Die nach Mecklenburg-Vorpommern geflossenen Integrationsmittel wurden laut BAMF-Präsidentin Cordt von 2015 auf 2016 von rund drei Millionen auf knapp zehn Millionen Euro mehr als verdreifacht. Im ersten Halbjahr 2017 sind bereits knapp sieben Millionen Euro nach Mecklenburg-Vorpommern geflossen.

Integrationsministerin Drese sprach sich für die Öffnung der grundlegenden Integrationsangebote und der berufsbezogenen Sprachförderung für alle Geflüchteten und Geduldeten mit Arbeitsmarktzugang aus. „Wenn wir die Integration in unsere Gesellschaft und den Arbeitsmarkt wollen, müssen wir die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, so die Ministerin. Das Land habe deshalb die Mittel für die Arbeitsmarktintegration von Migranten deutlich aufgestockt, u. a. für die Beratung im Integrationsbüro und die Begleitung von Migrantinnen und Migranten im Land auf dem Weg in Arbeit und Beruf.

Auch insgesamt sind die Angebote der Migrationsberatung von Land und Bund inzwischen gut aufeinander abgestimmt. Das Netz ist dichter geworden. Im Jahr 2016 haben in Mecklenburg-Vorpommern 251allgemeine Integrationskurse und 60 Alphabetisierungskurse des Bundes begonnen.

Die bundesseitigen Angebote werden nach Angaben von Drese durch migrationsspezifische Beratungsangebote des Landes in Höhe von 500.000 Euro ergänzt. Hinzu kommen gut 500.000 Euro des Landes für Sprachkurse für Asylsuchende und Geduldete, die keinen Zugang zu den Integrationskursen des Bundes haben. Drese: „Hieraus sind  im vergangenen Jahr 13 Landesprachkurse für jeweils 23 Teilnehmer/innen durchgeführt worden.“