Familienhebammen

neugeborenes Baby liegt nackt und zufrieden gähnend auf einer weißen Decke Details anzeigen
neugeborenes Baby liegt nackt und zufrieden gähnend auf einer weißen Decke

Seit 2008 betreuen Familienhebammen Familien in besonderen Lebenslagen und unterstützen sie ab der neunten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres ihres Kindes. Gerade die sensible Phase rund um die Geburt ist wichtig, Eltern zu stärken, damit sie die Gesundheit und Entwicklung ihrer Kinder fördern und ihre Erziehungsaufgaben kompetent wahrnehmen. Familienhebammen können in diesem Zeitraum eine frühe und nicht-stigmatisierende Hilfe sein sowie Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn diese mit der Versorgung ihres Kindes an Grenzen stoßen oder unsicher sind. Die Vermittlung von Familienhebammen an die Familien erfolgt durch die regional zuständigen Gesundheitsämter.

Bundesinitiative "Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen"

Mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes am 1. Januar 2012 startete am 1. Juli 2012 die Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ (Bundesinitiative).

Ziel der Bundesinitiative ist es, die bereits bestehenden Aktivitäten von Ländern und Kommunen im Bereich der Frühen Hilfen zu verbindlichen Netzwerkstrukturen zusammenzuführen. Dabei steht die Kooperation des Gesundheitswesens mit der Jugendhilfe im Vordergrund. Insbesondere sollen Familienhebammen und vergleichbare Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich in die Netzwerke eingebunden werden. Außerdem soll die Bundesinitiative übergreifende Erkenntnisse hinsichtlich der Möglichkeiten und Grenzen des Einbezugs von ehrenamtlichem Engagement im Kontext Früher Hilfen erbringen.

Weitere Informationen zu den Frühen Hilfen finden Sie auf der Homepage des Nationalen Zentrum Frühe Hilfen.

Der Bund stellt in dem befristeten Zeitraum von 3,5 Jahren bundesweit insgesamt 177 Millionen Euro zur Verfügung. Mecklenburg-Vorpommern erhält in der Zeit von Juli 2012- Ende 2015 insgesamt ca. 4 Millionen Euro.

In Mecklenburg- Vorpommern werden die Familienhebammen durch ein Landesprogramm gefördert.

Daher werden die Mittel des Bundes zur Umsetzung der Bundesinitiative hauptsächlich für die Netzwerkkoordinatoren/- innen, die in den Jugendämtern der Landkreise und kreisfreien Städte für die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes zuständig sind, eingesetzt. Zudem werden mit Mitteln aus der Bundesinitiative unterschiedliche Projekte im Bereich der Frühen Hilfen durchgeführt.  

Beim Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales M-V wurde eine Landeskoordinierungsstelle errichtet, die dafür zuständig ist, die Fördermittel des Bundes an die Landkreise und kreisfreien Städte auszureichen und dass die Vorgaben der Bund- Länder- Verwaltungsvereinbarung umgesetzt werden. Sie soll eine kontinuierliche Abstimmung mit den Netzwerkkoordinatoren/ -innen der Landkreise und kreisfreien Städte sicherstellen. Außerdem arbeitet sie eng mit der Landeskoordinierungsstelle Familienhebammen zusammen und nimmt am länderübergreifenden fachlichen Austausch teil. Zudem organisiert die Landeskoordinierungsstelle landesweite Qualifizierungen, begleitet die Evaluation und gestaltet die Öffentlichkeitsarbeit der Kommunen und des Landes mit.

Kontakt

Robert Hess
Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern
Werderstraße 124
19055 Schwerin
Telefon: 0385-588 9208
Telefax: 0385-588 9702

Kontakt

Stephan Kokles
Telefon: 0385-588 9209
Telefax: 0385-588 9702