Dahlemann: Ausstellung leistet wichtigen Beitrag zur Baugeschichte Proras

Nr.125/2017  | 12.06.2017  | STK  | Staatskanzlei

„Ich freue mich, innerhalb kürzester Zeit nach der großen Armin-Mueller-Stahl-Ausstellung im Dokumentationszentrum Prora schon die zweite hochkarätige Exposition, diesmal hier im Prora-Zentrum eröffnen zu können“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Fotoausstellung „Das KdF-Seebad Rügen – Fotografien aus der Planungs- und Bauphase 1935-1938“ am Sonntag im Prora-Zentrum auf der Insel Rügen. 

Rügen könne mehr als Tourismus, sei mit dem Industriehafen Mukran auch ein bedeutender Gewerbestandort in Vorpommern. „Und Rügen entwickelt sich seit ein paar Jahren zu einem beliebten Treffpunkt für Kunst und Kultur, zum Beispiel mit dem Festspielfrühling der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern oder dem Rügen International Film Festival, das in diesem Herbst startet“, betonte Dahlemann. 

Die Geschichte des Ortes Prora sei vielschichtig, „die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wird aber bis heute vor allem durch jenen kurzen Zeitabschnitt in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts geprägt, in dem Prora ganz im Sinne der Nazipropaganda von der NS-Organisation Kraft durch Freude zu einem „Seebad der 20 000“ ausgebaut werden sollte“. Die Ausstellung widme sich genau diesem Thema. „Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Baugeschichte des Ortes.“ Entwurfs- und Modellaufnahmen vermittelten zusammen mit detaillierten Ablichtungen des Bauprozesses einen sehr unmittelbaren, sehr greifbaren Eindruck von den Ereignissen der Jahre 1935-1938 vor Ort. 

Dahlemann: „Ich freue mich, dass die Ausstellung zugleich in die politische Bildungsarbeit eingebunden wird, die das Prora-Zentrum seit vielen Jahren betreibt. Kinder und Jugendliche dazu anzuregen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, gehört zu dem Wichtigsten, was Bildungsarbeit leisten kann – gerade mit Blick auf das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.“