Daten und Fakten zur demografischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern

Seit 2014 leichtes Bevölkerungswachstum

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Großvater mit Enkel

Großvater und Enkel mit Fußball

Großvater mit Enkel

Mecklenburg-Vorpommern hat heute etwa 1,61 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner; 1990 waren es noch 1,92 Millionen. Seit 2013 kann das Land Zuwanderungsgewinne aus dem In- und Ausland und seit 2014 ein leichtes Bevölkerungswachstum verzeichnen. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner absehbar wieder zurückgehen wird, da mehr Menschen sterben als Kinder geboren werden und diese Differenz durch Zuwanderung auf Dauer nicht ausgeglichen wird. Genauere Erkenntnisse soll eine neue Vorausberechnung der Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern liefern, die voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017 vorliegen wird.

Verschiebung in der Altersstruktur

Ein Blick auf die bisherige demografische Entwicklung verdeutlicht einige der aktuellen und künftigen Herausforderungen für Mecklenburg-Vorpommern:

So gab es neben dem Bevölkerungsrückgang eine deutliche Verschiebung in der Altersstruktur. Der Anteil der unter 15‑Jährigen an der Gesamtbevölkerung hat sich von 21,5 Prozent im Jahr 1991 auf 12,3 Prozent im Jahr 2015 verringert. Hingegen hat sich der Anteil der über 65‑Jährigen von 11,1 Prozent auf 23 Prozent verdoppelt. Das Durchschnittsalter betrug 1991 36,3 Jahre, 2015 war es auf 46,5 Jahre gestiegen. Das Medianalter stieg im gleichen Zeitraum von 34 auf 49 Jahre; es teilt die Bevölkerung in zwei gleichgroße Gruppen, die eine Hälfte ist jünger, die andere älter als das Medianalter.

Lebenserwartung und Erwerbsfähigen-Potenzial

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Älteres Ehepaar beim Spaziergang durch die Natur

Die Lebenserwartung bei der Geburt stieg bei Männern von 68,84 Jahre in 1993/95 auf 76,54 Jahre in 2013/15; bei Frauen von 77,58 Jahre in 1993/95 auf 82,88 Jahre in 2013/15.

Die Erwerbsfähigen-Potenzial (15 bis unter 65‑Jährige) sank von rund 1,28 Mio. im Jahr 1991 auf 1,04 Mio. im Jahr 2015.

Durch den demografischen Wandel ist auch der Anteil der Bevölkerung im Erwerbsalter gesunken. Beschrieben wird diese Entwicklung durch den Jugend- und Altenquotient. Für die Abgrenzung des erwerbsfähigen Alters wird hier die Altersspanne von 20 bis 65 Jahren gewählt, da in dieser Lebensphase die meisten Menschen erwerbstätig sind. Auf hundert 20- bis 65‑Jährige kamen 1991 vierundvierzig unter 20‑Jährige (Jugendquotient) und achtzehn über 65‑Jährige (Altenquotient). 2015 waren es etwa siebenundzwanzig unter 20‑Jährige und fast achtunddreißig über 65‑Jährige.

In den Landkreisen und kreisfreien Städten wirkte sich die demografische Entwicklung auf die Bevölkerungszahl von 1990 bis 2015 so aus:

Kreisfreie Städte und Landkreise (2015)Einwohner 1990Einwohner 2015Differenz
Rostock  248.088 206.011  -42.077
Schwerin  127.447 96.800  -30.647
Landkreis Rostock  215.820 213.473 -2.347
Ludwigslust-Parchim 234.967 214.113 -20.854
Mecklenburgische Seenplatte 336.328 262.517 -73.811
Nordwestmecklenburg 164.361 156.270 -8.091
Vorpommern-Greifswald 300.081 238.358 -61.723
Vorpommern-Rügen 279.586 224.820 -54.766
  1.906.678 1.612.362 -294.316


1990 betrug die Einwohnerdichte 79 Einwohner pro Quadratkilometer, heute sind es 69. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern weiterhin das am dünnsten besiedelte Bundesland.

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