Spatenstich für Neubau einer Schiffbauhalle in Rostock-Warnemünde

Glawe: Start für umfangreiches Investitionsprogramm – auch Werften-Standorte in Stralsund und Wismar profitieren

Wirtschaftsminister Harry Glawe (M.) beim ersten Spatenstich für den Schiffbauhallen-Neubau der MV WERFTEN in Rostock (Foto:MVWerften) Details anzeigen
Wirtschaftsminister Harry Glawe (M.) beim ersten Spatenstich für den Schiffbauhallen-Neubau der MV WERFTEN in Rostock (Foto:MVWerften)
Wirtschaftsminister Harry Glawe (M.) beim ersten Spatenstich für den Schiffbauhallen-Neubau der MV WERFTEN in Rostock (Foto:MVWerften)
Wirtschaftsminister Harry Glawe (M.) beim ersten Spatenstich für den Schiffbauhallen-Neubau der MV WERFTEN in Rostock (Foto:MVWerften)
Nr.274/17  | 09.08.2017  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Am Mittwoch ist in Rostock-Warnemünde der erste Spatenstich für den Neubau einer Schiffbauhalle der MV WERFTEN gesetzt worden. „Mit dem Spatenstich setzt MV WERFTEN ein umfangreiches Investitionsprogramm für ihre drei Standorte im Land um. Neben Rostock-Warnemünde werden auch die Standorte in Stralsund und Wismar von den Erweiterungen profitieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. 

MV WERFTEN plant Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro am Standort Rostock-Warnemünde

MV WERFTEN plant unter anderem, Flusskreuzfahrtschiffe (die sogenannte „Rhine-Class“ mit einer Länge von 135 Metern) sowie ab dem Jahr 2018 „Global Class“-Kreuzfahrtschiffe (Länge 340 Meter) in Wismar zu fertigen. Für die Megaliner der „Global Class“ sollen am Unternehmensstandort Rostock-Warnemünde die Laserpaneelschweißanlage zur Dünnblechverarbeitung, die Anlagen für den Sektionsbau und die Sektionsausrüstung untergebracht werden. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt über 100 Millionen Euro am Standort Rostock, davon rund 80 Millionen Euro für den neuen Hallenkomplex. In dem 21.000 Quadratmeter großen Neubau werden Schweiß- und Fertigungsroboter Stahlteile für die neuen Schiffe fertigen. „Die Produktion soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen. Dann geht es mit Hochdruck an die Fertigung von Großsektionen für die 342 Meter langen ´Global Class´-Schiffe. Das sind gute Aussichten für die gesamte maritime Industrie im Land“, sagte Glawe. 

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiffs- und Bootsbau im Land zählen rund 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde sowie Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock, sind gegenwärtig rund 2.200 Mitarbeiter und etwa 180 Auszubildende beschäftigt.