Bündnis für Arbeit

Ziel und Auftrag

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Bündnis für Arbeit

Das "Fachkräftebündnis für Mecklenburg-Vorpommern" wurde am 31. Januar 2011 im Rahmen des Bündnisses für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit vom Ministerpräsidenten, vom Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, von den Gleichstellungsbeauftragten, dem Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, dem Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem Staatssekretär des Ministeriums für Soziales und Gesundheit, den Sozialpartnern, den Industrie- und die Handwerkskammern sowie der Bundesagentur für Arbeit unterzeichnet.

Ziel des Fachkräftebündnisses ist die Identifizierung, Erschließung und Sicherung eines ausreichenden und gut qualifizierten Fachkräfteangebotes.

Das Fachkräftebündnis mit seinen fünf Handlungsfeldern, 29 Einzelzielen und 107 Maßnahmen stellt sich im Ergebnis des Bündnisprozesses als systematischer Ansatz zur Fachkräftesicherung dar. Dieser wurde mit den Bündnispartnern entwickelt und weiterentwickelt.

konkrete Fortschritte zur Standortverbesserung

Zur Standortverbesserung wurden zahlreiche konkrete Fortschritte in allen Handlungsfeldern umgesetzt. So konnte beispielsweise neben der Absenkung der Arbeitslosigkeit von 109.865 im Jahr 2010 auf 86.100 im Jahr 2015 auch die Erwerbstätigenquote für alle Altersgruppen und für Alleinerziehende von 63,1 Prozent im Jahr 2010 auf 72,7 Prozent im Jahr 2014 gesteigert werden. Der negative Wanderungssaldo hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich reduziert. 2013 wurde erstmals wieder eine Nettozuwanderung in das Land Mecklenburg-Vorpommern ausgewiesen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer ist gestiegen.

Die positive Standortentwicklung schlägt sich auch in den Meinungen der Bevölkerung nieder. Im Herbst 2015 waren 61 Prozent der Menschen in unserem Land der Auffassung, dass sich Mecklenburg-Vorpommern gut entwickelt hat und fünf Prozent der Menschen bewerten die Lebensqualität in unserem Land als gut bis sehr gut , 33 Prozent sehen sogar eine sehr gute Entwicklung. Diese Entwicklungen können als Spiegelbild der auf Wachstum, Beschäftigung und Einkommen zielenden Wirtschaftspolitik gesehen werden, die auch auf eine gestiegene reale Wertschöpfung sowie erhöhte durchschnittliche Arbeitnehmerentgelte verweisen kann. Auch deshalb steht weiterhin die Erhöhung des intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums zur weiteren Entwicklung einer zukunftsfähigen, selbsttragenden Wirtschaft mit werthaltigen und wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen für Frauen und Männer und zur Steigerung der sozialen Teilhabe im Mittelpunkt des ESF-Förderung des Landes.

Bildung - Steigerung von Qualität und Quantität

Im Bereich Bildung ist neben der Erhöhung des quantitativen Angebots auch die Qualität der frühkindlichen Bildung und Betreuung durch eine Reihe von Maßnahmen verbessert worden, zum Beispiel durch die Verbesserung der Fachkräfte-Kind-Relation von 1 zu 17 in 2010 auf 1 zu 16 in 2015. Zudem ist es gelungen, die Quote der Abgänger ohne Berufsreife deutlich von 13,8 Prozent in 2010 auf 8,4 Prozent in 2015 zu reduzieren. Das etablierte Qualitätsmanagement an Schulen wurde gestärkt. Auf der Grundlage der Schulqualitätsverordnung vom 9. November 2015, in der die Aufgaben sowie die Zusammenarbeit der Verantwortlichen konkretisiert wurden, entwickeln und kontrollieren die Verantwortlichen in Schule, Schulaufsicht und Schulberatung einen effizienten und kontinuierlichen Prozess der Schulentwicklung. Weitere Verbesserungspotentiale liegen in der Absenkung der Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Berufsreife, im Übergang von der Schule in den Beruf sowie in der Reduzierung vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge. In die Bewertung ist einzustellen, dass in diesen Themenfeldern bereits umfangreiche Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet bzw. vorgeschlagen sind. Die Bedarfe sind frühzeitig in die Planungen zu den Operationellen Programme für den ESF und den EFRE für die Förderperiode 2014 bis 2020 eingeflossen, so dass es hierzu auch eine finanzielle Absicherung gibt. Die Anstrengungen werden fortgesetzt, um die wirtschaftliche Basis in Mecklenburg-Vorpommern zu verbreitern und die Zahl der Unternehmen mit wertschöpfenden Arbeitsplätzen in international wettbewerbsfähigen Branchen zu erhöhen. Voraussetzung ist dafür die Bereitstellung, Gewinnung bzw. Entwicklung einer ausreichenden Anzahl erforderlicher hochqualifizierter Arbeitskräfte.

Fachkräftesicherung im Fokus

In der Gesamtschau ist der aktuelle Umsetzungsstand des Fachkräftebündnisses positiv zu bewerten. Die Bedeutung des Themas Fachkräftesicherung ist stärker in den Fokus aller Partner gerückt. Die Prognosen zur Entwicklung der erwerbsfähigen Bevölkerung und die perspektivische Situation der Wirtschaft erfordern, dass hieran festgehalten wird.

Die detaillierten Ergebnisse werden umfangreich auf dem Regierungsportal dargestellt. 

Den bisherigen Ergebnisstand zeigt die unten herunterladbare Präsentation.

Publikationen und Dokumente

Sonstiges

Bericht "Fachkräftebündnis für Mecklenburg-Vorpommern" AG 2

Bericht Bündnishauptrunde 18.04.2016