Regionalbeiräte

Partnerschaftlich zusammengesetzte Regionalbeiräte in Westmecklenburg, in der Region Rostock, in der Mecklenburgischen Seenplatte sowie in Vorpommern gestalten wesentliche Teile der Arbeitsmarktpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit. Im Zeitraum 2014-2020 stehen, auf Beschluss der Landesregierung und mit Zustimmung der Europäischen Kommission, dafür 45 Mio. EURO aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

 Auf der Grundlage regionaler Handlungskonzepte und konkreter Auswahlkriterien entscheiden die Regionalbeiräte darüber, welche Projekte die höchsten Effekte für die Arbeitsmarkt-, Beschäftigungs- und Berufsbildungsförderung sowie die Regional- und Strukturentwicklung erwarten lassen und deshalb finanziell gefördert werden.

 Diese Regionalisierungsstrategie basiert vor allem auf der Erfahrung, dass die Akteure vor Ort aufgrund ihrer räumlichen Nähe das größte Wissen über die sozio-ökonomischen Spezifika in den verschiedenen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns besitzen und daher zielgenauer als aus Landesperspektive handelnde Institutionen chancenreiche Anknüpfungspunkte für nachhaltige Projekte bestimmen können.

 In den Regionalbeiräten arbeiten Vertreter/innen der folgenden Institutionen zusammen:

  • Agenturen für Arbeit,
  • Deutscher Gewerkschaftsbund,
  • Erwerbslosenbeirat Mecklenburg-Vorpommern,
  • Jobcenter,
  • Kommunale Gleichstellungsbeauftragte,
  • Landkreise, kreisfreie Städte sowie Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern,
  • Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.,
  • Regionale Planungsverbände,
  • Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern e.V.,
  • Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. als stimmberechtigte Mitglieder

sowie

  • Handwerkskammern,
  • Industrie- und Handelskammern,
  • Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern e.V.,
  • Ministerium für Arbeit Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern als nicht stimmberechtigte Mitglieder.

Den vier Regionalbeiräten stehen gegenwärtig fünf Förderinstrumente für die Arbeitsmarkt-, Beschäftigungs- und Berufsbildungsförderung sowie für die Regional- und Strukturentwicklung zur Verfügung:

  • Strukturentwicklungsmaßnahmen unterstützen Aktivitäten, die auf die Stärkung der Schwerpunkte der lokalen, regionalen oder überregionalen wirtschaftlichen Entwicklung durch die Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausgerichtet sind.
  • Mit Integrationsprojekten werden Aktivitäten gefördert, welche die Beratung, Information und Eingliederung von langzeitarbeitslosen Frauen und Männern mit besonderen Vermittlungshemmnissen oder Personen mit besonderen arbeitsmarktlichen Problemlagen verbinden mit der Unterstützung des Zuganges in den allgemeinen Arbeitsmarkt und der Erreichung sozialer Integration durch Erwerbsarbeit.
  • Im Rahmen der Mobilitätsförderung sollen Ansätze entwickelt und erprobt werden, die dazu dienen, die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben zu verbessern. Zentrale Themen stellen dabei die Verbesserung der Kinderbetreuung, die Unterstützung von Beschäftigten mit pflegebedürftigen Angehörigen, die Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum sowie die Erhöhung der berufsfachlichen Mobilität dar.
  • Der Familiencoach unterstützt Aktivitäten, welche die Beratung, Information und Eingliederung von langzeitarbeitslosen Müttern und Vätern oder Personen mit besonderen arbeitsmarktlichen Problemlagen mit Kindern bzw. mit erheblichem Betreuungsbedarf verbinden mit der Unterstützung des Zuganges in den allgemeinen Arbeitsmarkt und der Erreichung sozialer Integration durch Erwerbsarbeit. Dadurch sollen der ganzen Familie neue Zukunftschancen eröffnet werden.
  • Kleinprojekte dienen dazu, für Frauen, Männer und deren Familien sowie insbesondere für von Langzeitarbeitslosigkeit Bedrohte, Angebote zur sozialen Teilhabe zu schaffen. Unterstützt werden kleine lokale Projekte vor allem in den drei Handlungsfeldern Gesundheit, Sport/Bewegung und bürgerschaftliches Engagement.

Über die folgende Karte gelangen Sie zu dem für Ihre Region zuständigen Regionalbeirat und dessen Geschäftsstelle.

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 5 - Arbeit
Referat 520 - Berufliche Integration und regionale Arbeitsmarktförderung
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Referatsleiter
Frank Geißler
Telefon: 0385-588 5520
Telefax: 0385-588 9705

Die folgenden Dokumente informieren Sie über die aktuellen Förderinstrumente der Regionalbeiräte und machen Ihnen die Einreichung von Projektideen möglich. Nähere Informationen zu Ansprechpartnern sowie Einreichungsterminen finden Sie auf den Seiten der einzelnen Regionalbeiräte Westmecklenburg, Region Rostock, Mecklenburgische Seenplatte bzw. Vorpommern sowie auf den unten angefügten Hinweisblättern.

Publikationen und Dokumente

Richtlinien

Förderrichtlinie Integrations- und Familiencoachprojekte
Förderrichtlinie Kleinprojekte
Förderrichtlinie Strukturentwicklungsmaßnahmen

Publikationen

Broschüre Regionalbeiräte

Die Broschüre bietet einen Ausschnitt aus der Arbeit der Regionalbeiräte und präsentiert vor allem Projekte, die beispielhaft für das Engagement zahlreicher Akteure stehen – bei der Regional- und Strukturentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern, bei der Unterstützung von Arbeitslosen zurück auf dem Weg in den Arbeitsmarkt und bei der Schaffung von Möglichkeiten sozialer Teilhabe.

Stand: April 2015

Hinweise zur Förderung von Familiencoachprojekten
Hinweise zur Förderung von Integrationsprojekten
Hinweise zur Förderung von Kleinprojekten
Hinweise zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen

Antragsformular zur Förderung von Familiencoaches
Antragsformular zur Förderung von Integrationsprojekten
Antragsformular zur Förderung von Kleinprojekten
Antragsformular zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen
Hinweisblatt Querschnittsziele