Ostern 2016 – Start in die Saison

Glawe: Vorsaison wird touristisch immer wichtiger – ein schöner Sommer macht noch keinen Übernachtungsrekord – viel Neues in Mecklenburg-Vorpommern entdecken

Nr.93/16  | 22.03.2016  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

Der Start in die Ferien und die Osterfeiertage sorgt für den ersten größeren Urlauberansturm in diesem Jahr. „Ostern lockt viele Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern. Für die Tourismusbranche ist es ein früher Start in die Saison, der erste größere Belastungstest. Die Unternehmen sind gut vorbereitet. Die Entwicklung der Branche hat gezeigt, dass die Vorsaison für die Branche insgesamt immer wichtiger wird. Ein schöner Sommer allein macht noch keinen Übernachtungsrekord“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. Im vergangenen Jahr haben etwa 200.000 Gäste über Ostern Mecklenburg-Vorpommern besucht. Touristische Einrichtungen bieten über die Feiertage besondere Osterarrangements. Zahlreiche Freiluftangebote, die es rund um Ostern bei uns im Land gibt, kommen hinzu. Viele Innenstädte locken mit besonderen Ostermärkten.

22 Prozent mehr Übernachtungen in 5 Jahren – Vorsaison gewinnt an Bedeutung

Die ersten Monate des Jahres gewinnen für die Tourismusbranche immer mehr an Bedeutung. „Wir sind auf einem guten Weg. Die touristische Entwicklung hat gezeigt, dass vor allem auch in der Vorsaison mehr Gäste in unserem Land Übernachtungen buchen. In den vergangenen fünf Jahren sind die Übernachtungen von Januar bis März um 22 Prozent, bei den Gästezahlen um 18 Prozent gestiegen. Ein beachtliches Ergebnis. Auch die saisonunabhängigen Investitionen machen sich in den kühleren Monaten bemerkbar“, betonte Glawe weiter. Im Zeitraum Januar bis März 2015 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes rund 968.000 Ankünfte (2011: 821.300 Ankünfte) und 3,4 Millionen Übernachtungen (2011: 2,8 Millionen Übernachtungen) verzeichnet.

Potential abseits der Hauptsaison

Vor allem außerhalb der Hauptsaison bieten sich noch Wachstumsmöglichkeiten bei Übernachtungen und Gästen. „Potential für Urlauber haben wir vor allem noch in der Vor- und Nachsaison. Diese gilt es in besonderer Weise auch durch auf Zielgruppen zugeschnittene Angebote zu stärken. Gemessen werden wir an den Angeboten, die wir unseren Gästen im Land anbieten. Die Qualität und die Vielfalt müssen stimmen. Hier müssen wir uns stetig weiterentwickeln“, forderte Glawe weiter. Als Beispiele nannte der Minister im Besonderen familien- oder auch seniorenfreundliche Angebote. „Viele Einrichtungen werben mit dem Qualitätssiegel ´Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität´ und haben sich besonders auf die Bedürfnisse der Familien eingestellt. Aber auch Fahrstühle in touristischen Einrichtungen, insgesamt barrierefreie Zugänge in Hotels oder auch zum Strand sind Entscheidungskriterien, sich für einen Urlaub bei uns im Land zu entscheiden.“

Kurzaufenthalte liegen im Trend

„Es kommen mehr Gäste, dies bedeutet nicht automatisch, dass sie auch viele Tage bei uns bleiben. Kurzaufenthalte liegen im Trend. Das ist erfreulich. Die Herausforderung besteht dennoch darin, Gäste auch länger für unser Land zu gewinnen oder so zu begeistern, dass sie gern wiederkommen. Daran müssen wir arbeiten“, mahnte Glawe. Die Aufenthaltsdauer lag im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei 4,0 Übernachtungen. 2015 sind mit dem Rekordergebnis von 29,5 Millionen Übernachtungen (Vergleich zum Vorjahr 2014: +2,6 Prozent) insgesamt so viele Übernachtungen wie nie zuvor in Mecklenburg-Vorpommern erzielt worden. Die Anzahl der Gästeankünfte lag in 2014 mit 7,4 Millionen (+2,0 Prozent) über dem Vorjahresergebnis.

Investitionen in die Infrastruktur - viel Neues in Mecklenburg-Vorpommern entdecken

In Mecklenburg-Vorpommern selbst tut sich viel in diesem Jahr: „Wir schaffen die Rahmenbedingungen für weitere Investitionen in die touristische Infrastruktur. Neue Hotels und Freizeitangebote, Veranstaltungen und Sportereignisse bereichern das Angebot“, betonte Glawe. In Rostock wird der Bau des Polariums im Zoo weiter vorangebracht. Zur Investitionsmaßnahme gehören der Bau einer Eisbärenanlage sowie einer Pinguinanlage. In Bansin wird in Kürze das Kaiserstrand Beachhotel Bansin eröffnet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 8,47 Millionen Euro. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 35 Millionen Euro. 99 neue Arbeitsplätze entstehen an dem neuen Hotelstandort.

Die Lindner Investment Management (LIM) investiert in die Modernisierung und den Ausbau des Hotel- und Sportresorts Fleesensee. Zwischen dem Ostseebad Binz und dem Ortsteil Prora wird die Promenade verlängert. Mit der geplanten Verlängerung der Strandpromenade ist der Ortsteil Prora zukünftig barrierefrei mit dem Ostseebad Binz verbunden. Die Kosten der Promenadenverlängerung betragen rund 1,3 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund einer Million Euro.