Gesundheitswirtschaft

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Sportler bei Dehnübungen am Strand

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Die Gesundheitswirtschaft ist ein strategisch wichtiger Zukunftsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie umfasst die Bereitstellung und Vermarktung von Gütern und Dienstleistungen, die der Bewahrung und Wiederherstellung von Gesundheit dienen. Aufgrund ihrer hohen Beschäftigungszahlen zählt sie – neben dem Tourismus und der Ernährungswirtschaft – inzwischen zu einer der führenden Branchen im Land. Derzeit arbeiten im Nordosten 136.600 Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft - in der stationären, teilstationären und ambulanten Versorgung sowie in der Medizintechnik, im Gesundheitshandwerk und in der Verwaltung. Damit besteht jeder 5. Arbeitsplatz in Mecklenburg-Vorpommern innerhalb der Gesundheitswirtschaft. Der Anteil an der gesamten regionalen Bruttowertschöpfung beträgt 14,6 Prozent. Rund 70 Prozent der Bruttowertschöpfung der Branche werden durch kleine und mittlere Unternehmen erwirtschaftet. 

Die Gesundheitswirtschaft ist der Beschäftigungsmotor und Impulsgeber für die gesamte Volkswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Das belegen die Daten und Fakten der Studie "Ökonomischer Fußabdruck – Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern". Sie wurde auf Initiative der BioCon Valley® GmbH in Kooperation mit dem unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR erstellt. Damit sind seit Ende 2015 erstmals bundesweit vergleichbare Zahlen zur Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern verfügbar. Die Studie legt unter anderem dar, welche Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für das Land MV zukommt, wie viele Arbeitsplätze im Nordosten von ihr abhängen, welche Ausstrahlwirkungen sie für andere Bereiche hat und zeigt auf, wie hoch der Anteil des Mittelstandes in MV innerhalb der Gesundheitswirtschaft ist. Die Ergebnisse und daraus resultierende Effekte werden in drei Publikationen – Studie, Kurzfassung und Flyer –  unter "Publikationen und Dokumente" vorgestellt.

Das wachsende Gesundheitsbewusstsein der Menschen, die demographische Entwicklung und der medizinisch-technische Fortschritt begünstigen ein nachhaltiges Wachstum. Der im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellte "Masterplan Gesundheitswirtschaft" bildet dafür bis 2020 einen Handlungsrahmen. Mehr als zwei Milliarden Euro sind in den vergangenen Jahren in die vielseitige Branche mit all ihren Segmenten investiert worden. Mecklenburg-Vorpommern kann auf knapp 40 moderne Krankenhäuser sowie rund 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen verweisen.

Aufgrund der besonderen geografischen Lage, der intakten Natur und der geringen Bevölkerungsdichte ist der Nordosten ein beliebtes Ziel für den Gesundheitstourismus. 2014 wurden fast 70 Prozent aller im Land getätigten Übernachtungen in Kur- und Erholungsorten verzeichnet. Die 63 staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte in MV sind touristische, medizinische und therapeutische Zentren mit hochwertiger kommunaler Infrastruktur. Die Nutzung der natürlichen ortsgebundenen Heilmittel wie z.B. Rügener Heilkreide und Solesalz, stellen Alleinstellungsmerkmale dar.

Die industrielle Gesundheitswirtschaft basiert auf Spitzentechnologie. Die medizinischen Fakultäten der Universitäten Greifswald und Rostock und die drei Fachhochschulen geben mit qualifizierten Wissenschaftlern wichtige Impulse für die Branche.

Mecklenburg-Vorpommern hat sich das Ziel gesetzt, führendes Gesundheitsland in Deutschland zu werden. Deshalb stärkt die Landesregierung die Gesundheitswirtschaft in all ihren Facetten.

Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft

Einer der wichtigsten Treffpunkte für die Akteure der Gesundheitswirtschaft ist die seit 2005 jährlich stattfindende Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Die Konferenz mit jährlich ca. 600 nationalen und internationalen Gästen hat sich mittlerweile als gut vernetzte Ideen-Werkstatt, wissenschaftliche Kontaktbörse und internationale Drehscheibe in unserem Bundesland etabliert.

Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft

Die internationale Ausrichtung der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns wurde in der Koalitionsvereinbarung für die 6. Wahlperiode 2011-2016 verankert. Ziel ist es, die Exportquote auch im Bereich der Gesundheitswirtschaft zu erhöhen. Damit knüpft Mecklenburg-Vorpommern an die von der Bundesregierung gestarteten "Exportoffensive Gesundheitswirtschaft" an.

Hausanschrift
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2
Referat 230 - Gesundheitswirtschaft
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Referatsleiter
Dr. Christoph Jaehne
Telefon: 0385-588 5230
Telefax: 0385-588 5022

Publikationen und Dokumente

Studie: Der Ökonomischer Fußabdruck der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern
Kurzzusammenfassung der Studie
Flyer Zahlen-Daten-Fakten
Masterplan Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern 2020

Der Masterplan Gesundheitswirtschaft wurde im Auftrag des Wirtschaftsministeriums MV erstellt mit dem Ziel, eine langfristige und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Entwicklungsstrategie für die Branche Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2020 zu entwerfen.

Der Masterplan benennt fünf Hauptgestaltungsfelder für die kommenden Jahre: Life Science, Gesundheitsdienstleistungen, Gesundes Alter(n), Gesundheitstourismus und Ernährung für die Gesundheit. Der Masterplan bindet in allen Gestaltungsfeldern die wissenschaftlichen Potenziale des Landes ein und beschreibt konkrete Handlungsempfehlungen.

Zudem werden Querschnitt-Themen betrachtet, die für alle Gestaltungsfelder Relevanz haben. Beispielhaft steht hierfür die Fachkräftesicherung und Qualifizierung, die Sicherung höchstmöglicher Qualität der Angebote und Produkte, die Forderung nach einem landesübergreifenden Marketing sowie die internationale Vermarktung der entwickelten Produkte und Dienstleistungen.

Masterplan Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern 2020 - Aktionsplan

Die im Rahmen der Erstellung des "Masterplans Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern 2020" erarbeiteten Empfehlungen sind in tabellarischer Form als "Aktionsplan" zusammengestellt worden.

Der Aktionsplan mit den empfohlenen Maßnahmen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er umfasst Maßnahmenempfehlungen bis zum 16.02.2011. Der Aktionsplan ist nicht abschließend, vielmehr sollte er als Arbeitsinstrument und im Rahmen der Umsetzung an die Bedarfe angepasst und aktualisiert werden.