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Schwerpunkte der frühkindlichen Bildung

Ausbau der frühkindlichen Bildung als Bestandteil des lebenslangen Lernens

Bereits lange vor dem Eintritt in die Schule beginnt das lebenslange Lernen. Damit wird deutlich, dass eine früh einsetzende Förderung der Kinder notwendig ist. Bildungsspezifische Weichen werden somit schon durch die Förderung von Kindern in den Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege gestellt.
Der Bereich der vorschulischen Bildung und Erziehung und damit alle inhaltlichen Fragen der Förderung von Kindern in Krippen, Kindergärten, Horten und Kindertagespflege ist damit folgerichtig dem Ministerium für Bildungs, Wissenschaft und Kultur zuzuordnen. Es geht darum, eine ganzheitliche Bildungskonzeption weiter zu entwickeln, die die Förderung von Kindern von 0 bis 10 Jahre einschließt. Das beinhaltet:

  • die Weiterentwicklung von Leitlinien einer ganzheitlichen frühkindlichen Bildungskonzeption,
  • die Sicherung eines effizienten Einsatz der Mittel zur Verbesserung der vorschulischen frühkindlichen Bildung und deren Bewirtschaftung,
  • die Entwicklung schulvorbereitender Förderkonzepte mit dem Schwerpunkt Sprachförderung,
  • die Abstimmung der Rahmenpläne für die vorschulische (frühkindliche) Bildung und Erziehung und der Grundschule,
  • die Entwicklung einer Konzeption für die Arbeit in Horten,
  • den Abschluss von regionalen Kooperationsbeziehungen zwischen Kindergarten und zuständiger Grundschule zur Verbesserung des Überganges vom Kindergarten in die Grundschule und Erstellung verbindlicher Regelungen,
  • das Initiieren und Durchführen von Modell- und Innovationsvorhaben im Elementarbereich.

 

Reform der Erzieherausbildung

Die Ausbildung wird den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den gesellschaftlichen Anforderungen an Bildung, Erziehung und Betreuung angepasst. Hierzu soll die Elementarpädagogik einerseits und Jugendbetreuung andererseits spezialisiert werden.

Zum Wintersemester 2005/06 startete an der Hochschule Neubrandenburg der Studiengang "Early Education - Bildung und Erziehung im frühen Kindesalter", finanziert aus dem Strukturfonds des Landes Mecklenburg Vorpommern. Nach erfolgreicher Akkreditierung 2006 und nach Abschluss der Modellphase 2008 ist die Weiterentwicklung des Studiengangs durch ein Masterstudienangebot und die konzeptionelle Entwicklung eines nebenberuflichen Weiterbildungsstudiums vorgesehen.
Das Ziel des Studienganges besteht darin, eine umfassende berufliche Handlungskompetenz der Studierenden herauszubilden, um selbständig und zielgerichtet Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben für 0- bis 10-jährige Kinder übernehmen zu können. Elementar- und Vorschulpädagogen bedürfen einer interdisziplinären wissenschaftlichen Qualifikation. Diese soll sie zu einer Bildungsarbeit befähigen, die Kinder gezielt fördert und ihnen einen besseren Schuleinstieg und damit Chancengleichheit sichert.
Seit 1. April 2009 wird ein Weiterbildungsstudiengang mit dem Ziel, einen Bachelor-Abschluss zu erwerben  von der Hochschule Neubrandenburg berufsbegleitend für Leiter/innen, Fachberater/-innen und Erzieher/innen von Kindertageseinrichtungen angeboten. Dieser Studiengang wurde im Februar 2010 akkreditiert.

Entlastung der Eltern von den Kosten für die Kindertagesbetreuung

Das Land stellt Mittel bereit, um Eltern finanziell differenziert von den Kosten der Kindertagesbetreuung, beginnend im letzten Kindergartenjahr vor dem Schuleintritt, zu entlasten.

Die Voraussetzungen werden geschaffen, von den Kosten insgesamt mittelfristig befreit zu werden.

Zur weiteren finanziellen Entlastung wird eine verfassungsmäßige Reform des Ehegattensplittings beim Bund angestrebt.

Zusatzinformationen


Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut