1991 wurde die Hochschule Neubrandenburg gegründet. Heute studieren hier etwa 2.200 junge Leute. In Neubrandenburg befindet sich alles an einem Platz. Der übersichtliche Campus ermöglicht, fachübergreifend Kommilitonen kennen zu lernen. Die studieren beispielsweise "Early Education – Bildung und Erziehung im Kindesalter", ein in Deutschland einzigartiger Modellstudiengang. Er bildet Erzieherinnen wissenschaftlich im Bereich der Vorschulpädagogik aus. Genauso außergewöhnlich ist der Studiengang "Bioprodukttechnologie". Hier lernt man, wie aus nachwachsenden Rohstoffen sowie Rest- und Abfallstoffen Non-Food-Produkte hergestellt werden.
Einmalig gut ist auch das Verhältnis der Dozenten zu ihren Studierenden. In Neubrandenburg ist die anonyme Massenuni unbekannt. Vielmehr kann es passieren, dass ein Studierender bereits nach einer Woche mit vollem Namen begrüßt wird – und das vom Professor. Nähe wird in Neubrandenburg besonders groß geschrieben: die Hochschule arbeitet eng mit Unternehmen und Institutionen der Region zusammen. Davon profitiert das Studium: so kann es besonders anwendungsorientiert in Lehre und Forschung gestaltet werden. Zudem sind in jedem Studiengang mindestens ein Praxissemester oder mehrere Praxisabschnitte enthalten. Auf diese Weise lernen die Neubrandenburger Studierenden schon im Grundstudium jene Bereiche kennen, in denen sie später einmal arbeiten werden. Doch auch durch die Mitarbeit in Forschungsprojekten erwerben sie Kompetenzen für leitende oder wissenschaftliche Tätigkeiten in ihrem späteren Berufsfeld.
Seminar- und Laboreinrichtungen, Mensa und Bibliothek und die vier Wohnheime sowie viele weitere Serviceeinrichtungen liegen direkt auf dem Campus. Nicht weit entfernt sind auch das Stadtzentrum und der Tollensesee.
An dessen Ufern wurde Neubrandenburg 1248 gegründet. Die drittgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns ist auch als "Vier-Tore-Stadt" bekannt. Die Bezeichnung rührt von den vier spätgotischen Stadttoren, die als Teil einer nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wehranlage und Stadtmauer aus dem 13. bis 15. Jahrhundert stammen. Besonders sehenswert ist auch die 2001 sanierte Marienkirche, die nun mit architektonisch neuer Innengestaltung als Konzertkirche fungiert. Besonders hörenswert sind hier die Konzerte der Neubrandenburger Philharmonie.
Die rund 68.000 Neubrandenburger haben Sport im Blut. Aus der Stadt stammen zahlreiche Spitzensportler. Die bekanntesten sind zurzeit die Kugelstoßer Astrid Kumbernuss und Ralf Bartels, die Diskuswerferin Franka Dietzsch, der Kanute Andreas Dittmer und seine Schwester, die Triathletin Anja Dittmer. Auch der Fußballnationalspieler Tim Borowski ist gebürtiger Neubrandenburger.